Corona kompakt: 1.330 Neuinfektionen, Inzidenz bei 11,6

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Corona kompakt: 1.330 Neuinfektionen, Inzidenz bei 11,6

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich um 13 auf insgesamt 12.435 erhöht. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Pandemie schürt Konflikte: Die Welt ist nach einem aktuellen Bericht in Zeiten der Pandemie konfliktreicher geworden. Das ist das zentrale Ergebnis des jährlichen Global Peace Index, den das Institute for Economics and Peace am Donnerstag in London für 2020 veröffentlichte. Damit hat sich die Friedenssituation im Schnitt zum neunten Mal in zwölf Jahren verschlechtert- wege der Pandemie. Obwohl das Niveau von Konflikten und Terrorismus im Jahr 2020 insgesamt gesunken sei, hätten politische Instabilität und gewalttätige Demonstrationen zugenommen, heißt es. Insgesamt registrierte der Global Peace Index zwischen Januar 2020 und April diesen Jahres weltweit mehr als 5.000 gewaltsame Ereignisse im Zusammenhang mit der Pandemie. 25 Länder verschlechterten sich in der Kategorie gewaltsame Demonstrationen, während sich nur acht Staaten verbesserten. Am verheerendsten war die Lage in Belarus, Myanmar und Russland, wo Demonstrierende bei Protesten gewaltsam bekämpft wurden.

Bis zu 10.000 Zuschauer: Olympia-Gastgeber Japan will bei den Sommerspielen eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Wettkampfstätten zulassen. Wie die japanische Tageszeitung „Mainichi Shimbun“ am Donnerstag berichtete, erwägt die Regierung eine Obergrenze von 10.000 Zuschauern. Eine offizielle Entscheidung soll am Montag fallen; am Sonntag soll der Notstand für Tokio sowie weitere Präfekturen beendet werden.

1.330 Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.330 Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 3.187). Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.34 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 94). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.179 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.718.955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.594.700 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,72).

Corona-Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Dienstag auf Mittwoch (Stand: 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 288 auf insgesamt 499.135 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 23 auf insgesamt 10.136 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,73. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 73 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 16,8, im Kreis Rastatt 26,4, und im Stadtkreis Baden-Baden 18,1. Bis Dienstagabend wurde bei 5.190.345 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 3.006.836 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 145 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 93 (64,1 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.070 von 2.375 verfügbaren Intensivbetten (87,2 Prozent) belegt.

Inzidenz in Gaggenau leicht gesunken: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) ist in Gaggenau von Dienstag auf Mittwoch von 43,3 auf 40 gesunken, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Gesundheitsminister für weitere Absicherung durch Tests: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern setzen trotz sinkender Corona-Zahlen weiter auf eine Absicherung über breit angelegte Tests – auch mit Blick auf die Sommerreisezeit. An der generellen Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland vor dem Abflug solle festgehalten werden, teilte das bayerische Ressort als Vorsitzland nach Beratungen mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in München mit. Die Quarantäneregeln für Rückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten mit hohen Infektionszahlen sowie aus Gebieten mit neuen Virusvarianten sollen bestehen bleiben. Im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen soll es verstärkt Kontrollen geben.

13 Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Dienstag auf Mittwoch (Stand: 14 Uhr) um 13 auf 12.435 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.272, plus 11) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.163, plus 2). Die Neuinfektionen verteilen sich auf Bühl (4), die Stadt Rastatt (3), Gernsbach, den Stadtkreis Baden-Baden (je 2), Au am Rhein sowie Gaggenau (je 1). Es sind weiterhin 265 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 12.031 Infizierte, 13 mehr als am Dienstag. Derzeit gibt es 139 aktive Fälle, genau so viele wie am Vortag. Diese verteilen sich auf Rastatt (52), Baden-Baden (25), Gaggenau (13), Bühl (12), Sinzheim (7), Bühlertal, Durmersheim (je 6), Ottersweier (5), Bischweier, Gernsbach, Kuppenheim (je 3), Au am Rhein, Bietigheim, Hügelsheim sowie Weisenbach (je 1).

Inzidenz in Rastatt gesunken: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) ist in Rastatt von Dienstag auf Mittwoch von 70,1 auf 60,1 gesunken. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Delta-Variante breitet sich aus: Die als hoch ansteckend geltende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg aus. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart gab es in den vergangenen zwei Wochen einen leichten Anstieg der Delta-Variante. Aktuell habe sie einen Anteil an den besorgniserregenden Virus-Varianten von 2,73 Prozent, teilte Gottfried Roller, Leiter des Landesgesundheitsamtes, am Mittwoch mit. „Das ist noch moderat, jedoch gehen wir derzeit davon aus, dass der Anteil noch steigen wird“, fügte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hinzu. Deshalb sei es auch weiterhin wichtig, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten. Im Zusammenhang mit der Delta-Variante wurde außerdem bekannt, dass sich seit Dienstag alle etwa 150 Kinder sowie 45 Mitarbeiter einer Kita in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) in Quarantäne begeben haben.

1,7 Milliarden Euro für Bürgertests: Seit dem Start der kostenlosen Bürgertests gegen Corona in Deutschland hat der Bund dafür rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Gesundheitsministeriums hervor. Damit bewegen sich die Ausgaben in der zuvor angenommenen Größenordnung. Erwartet hatte die Regierung im Februar auf vier Monate gerechnet zwischen 1,7 und 2,6 Milliarden Euro. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden laut den neuen Angaben 1,2 Millionen Euro für Corona-Tests ausgegeben, darin sind etwa PCR-Tests für Kontaktpersonen enthalten.

Pflicht zum Homeoffice endet: Mit dem Auslaufen der sogenannten Bundesnotbremse endet in zwei Wochen auch die darin geregelte Homeoffice-Pflicht. Darauf wies Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch hin. „Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen“, sagte Braun. Er verwies auf die sinkenden Infektionszahlen in Deutschland.

Spahn will Vergütung senken: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Vergütung der Apotheken fürs Erstellen digitaler Corona-Impfnachweise zum 1. Juli senken. Je Zertifikat sollen es statt jetzt 18 Euro noch sechs Euro pro Zertifikat sein, teilte der CDU-Politiker am Mittwoch mit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die höhere Vergütung zu Beginn sollte demnach dazu dienen, Anlaufkosten etwa für Schulungen, IT-Ausstattung und Registrierungen zu finanzieren und an möglichst vielen Stellen ein Angebot für die Bürger zu schaffen. Die Zahlen der ersten zwei Tage in den Apotheken zeigten, dass dies gelungen sei.

Lage der Kliniken verschlechtert: Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich nach einer Studie im Jahr 2019 weiter verschlechtert. 13 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, 27 Prozent im „gelben“ und 60 Prozent im „grünen Bereich“. In die letztgenannte Kategorie fielen im Jahr zuvor noch 63 Prozent. Auch die Jahresergebnisse der Kliniken sind gesunken: 33 Prozent schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust, heißt es im neuen Krankenhaus Rating Report, der am Mittwoch vorgestellt wurde. 2018 waren es 31 Prozent.

Engpässe dämpfen Konjunktur: Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose am Mittwoch nach unten korrigiert und erwartet für das laufende Jahr nun einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im März angenommen. Dämpfend wirken demnach vor allem Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten, hieß es.

Pandemie-Müdigkeit bei jungen Menschen: Fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa blicken optimistisch in die Zukunft. Die aktuelle Gefühlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ - nämlich mit „müde“, „unsicher“, „genervt“ oder „gestresst“, wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der Tui-Stiftung ergab. 52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger - in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent. Am belastendsten empfanden 72 Prozent der jungen Menschen das fehlende öffentliche und soziale Leben.

Weniger Biontech-Impfstoff im Juli: Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland im Juli deutlich reduzieren. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Gesundheitsministerkonferenz bestätigt, die per Videokonferenz tagte. Eine Reduzierung der Biontech-Lieferungen war für das dritte Quartal bereits vor längerer Zeit angekündigt worden, allerdings nur ein leichter Rückgang. Das Bundesministerium prognostiziert nun für die erste volle Juliwoche (KW 27) 3,2 Millionen Biontech-Dosen - nach 5,7 Millionen für die letzte Juniwoche. Einem Bericht des Magazins „Business Insider“ zufolge soll die Impfstoffmenge in der zweiten Juliwoche auf drei Millionen Dosen reduziert werden. Im Internet nennt das Bundesministerium für die zweite bis vierte Juliwoche diese Zahl auch offiziell, allerdings in Klammern gesetzt.

Erleichterte Einreise in EU: Reisende aus den USA sollen künftig wieder leichter in die EU einreisen können. Das bestätigte die portugiesische Ratspräsidentschaft am Mittwoch nach Beratungen der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel. Zudem sollen die Einreisebestimmungen für Menschen aus Albanien, dem Libanon, Mazedonien, Serbien, Macau, Hongkong und Taiwan gelockert werden. Hintergrund ist eine bessere Corona-Lage. .

Jeder dritte Schüler mit Lernlücken: Rund jeder dritte Schüler in Baden-Württemberg hat laut eines Bildungsforschers wegen der Pandemie Lernlücken. Auf diese Größenordnung deuten demnach wissenschaftliche Erkenntnisse aus Studien hin, wie der Leiter des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW), Günter Klein, sagte. Die Lernrückstände sind laut Klein aber sehr unterschiedlich auf die Schülerschaft verteilt, einige hätten sogar größere Fortschritte gemacht als sonst. Am stärksten von den Lernlücken betroffen, seien Schüler, die von Mitte Dezember bis jetzt keinen Präsenzunterricht hatten. Ihnen habe über Monate die Struktur der Schule gefehlt, sagte Klein. Am schlimmsten seien aber die sozialen Einbußen.

Lauterbach rechnet mit Delta-Welle: SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass die sogenannte Delta-Variante im Herbst wieder für mehr Ansteckungen in Deutschland sorgen wird. Er sei da ganz sicher. Eine neue Studie der Oxford-Universität zeige, dass die Saisonalität dieser Variante deutlich ausgeprägter sei als ursprünglich angenommen: Im Sommer sei das Risiko, sich damit anzustecken, viel geringer, erklärte Lauterbach. Sie sei aber deutlich ansteckender, führe zu einem schwereren Verlauf, und sei zum Teil resistent gegen die Erstimpfung.

Infektionsanstieg in Bühl: Die Stadt Bühl meldet am Mittwochmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 28. Das ist ein erheblicher Anstieg: Am Dienstagmorgen hatte der Wert noch bei zehn gelegen.

Dutzende Infektionen bei Copa America: Bei der Copa America in Brasilien sind bereits 53 Personen positiv getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. 27 Fälle wurden bei Spielern und Mitgliedern von Delegationen festgestellt, 26 bei für die Veranstaltung angeheuerten Dienstleistern. Am stärksten betroffen ist die Fußball-Nationalmannschaft Venezuelas mit 13 positiven Tests, darunter acht Spieler. Bolivien meldete vier Betroffene, Kolumbien zwei. Auch der Athletiktrainer der Peruaner musste in Quarantäne. Bislang wurden bei dem Turnier 3045 PCR-Tests durchgeführt, teilte die brasilianische Regierung mit.

Inzidenz sinkt bundesweit auf 13,2: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.455 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 3.254). Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.11 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 (Vorwoche: 107) neue Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.074 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.717.625 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.590.900 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,77).

Mehr der Normalität auf Mallorca: Die Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, am Dienstagabend vor Journalisten in Palma. Zudem werden ab Samstag andere Einschränkungen gelockert: Wirte dürfen ihre Gäste wieder am Tresen bedienen. Dort sind allerdings neben anderen Auflagen vorerst nur Gruppen von höchstens zwei Personen gestattet.

70 Prozent in New York geimpft: Nachdem mehr als 70 Prozent der Erwachsenen im US-Bundesstaat New York mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen haben, hat Gouverneur Andrew Cuomo alle noch verbliebenen Einschränkungen aufgehoben. „Heute ist ein bedeutsamer Tag“, sagte Cuomo am Dienstag bei einer Pressekonferenz. „Wir können jetzt in das Leben zurückkehren, was wir kennen.“ Zuvor hatte es unter anderem noch Beschränkungen für Großveranstaltungen und ähnliches gegeben, die meisten Einschränkungen des Alltags waren allerdings schon in den vergangenen Wochen aufgehoben worden. Mit 70 Prozent Erstimpfungen bei Erwachsenen hat der Bundesstaat auch das von US-Präsident Joe Biden landesweit bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli vorgegebene Ziel erreicht.

EU-Kommission nimmt 20 Milliarden Euro für Corona-Hilfe auf: Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend mitteilte. „Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet.“ Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen.

Länder wollen strengere Einreisevorschriften: Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge strengere Einreisevorschriften durchsetzen. Kritisiert werden in einem Beschlussentwurf für die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Mittwoch insbesondere die Regeln für Einreisen aus einfachen Risikogebieten, wie das Magazin „Business Insider“ am Dienstag berichtete. Wer aus einem einfachen Risikogebiet einreist, kann die häusliche Quarantäne umgehen, indem er sich unmittelbar auf Corona testen lässt und das negative Testergebnis über ein zentrales Portal meldet.

Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Montag auf Dienstag (Stand: 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 278 auf insgesamt 498.847 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 17 auf insgesamt 11.013 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,80. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 80 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 18,8, (Vortag: 22,2) im Kreis Rastatt 28,1 (Vortag: 25,9), und im Stadtkreis Baden-Baden 16,3 (Vortag: 10,9). Bis Montagabend wurde bei 5.152.848 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 2.928.690 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 163 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 101 (62 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.045 von 2.373 verfügbaren Intensivbetten (86,2 Prozent) belegt.

Bühler Kita geschlossen: Das Gesundheitsamt Rastatt hat am Montagnachmittag die vorübergehende Schließung der Kindertageseinrichtung St. Elisabeth in Bühl angeordnet, nachdem bei zwei Erzieherinnen eine Infektion mit einer Mutation des Coronavirus bestätigt worden war. Bereits am Dienstag ruhte in der gesamten Kindertagesstätte der Betrieb. Die Einrichtung wird bis einschließlich 25. Juni geschlossen bleiben, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Auftreten des Virus konnte aufgrund der Selbsttests des Personals frühzeitig festgestellt werden. Bei der Kindertageseinrichtung St. Elisabeth handelt es sich um die größte Einrichtung in Bühl mit 130 Plätzen in sieben Gruppen.

Zusätzlicher Impfstoff für Baden-Württemberg: Das Land Baden-Württemberg erhält im Juni zusätzliche Dosen zur Impfung gegen Covid-19. Noch in dieser Woche können 57.000 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca verteilt werden. Der Grund für diese Zusatzlieferung ist, dass seitens der Hausärzte nach Pfingsten Kontingente des Impfstoffs von AstraZeneca nicht vollständig abgerufen wurden, die Baden-Württemberg zugestanden hätten. Zusätzliche Impfdosen erhalten die acht Stadt- und Landkreise mit den niedrigsten Impfquoten. Auch die drei bevölkerungsreichsten Kreise, die jeweils nur über ein Kreisimpfzentrum und kein Zentrales Impfzentrum verfügen, werden mit zusätzlichen Dosen versorgt. Drei weitere Kreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 35, die in keine der beiden vorgenannten Gruppen fallen, erhalten ebenfalls zusätzliche Dosen. Verteilt werden die Impfdosen an Pforzheim, Heilbronn, Calw, Freudenstadt, Heidenheim, Sigmaringen, Tuttlingen und Waldshut.