Corona kompakt: Inzidenz sinkt bundesweit auf 9,3

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Corona kompakt: Inzidenz sinkt bundesweit auf 9,3

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich um 10 auf insgesamt 12.016 erhöht. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Inzidenz erstmals wieder einstellig: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.108 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 1.911). Das geht aus Zahlen vom Samstag hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 129). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.369 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmals seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.721.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.601.200 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,72).

Corona-Inzidenz im Südwesten weiter rückläufig: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Freitag (16.00 Uhr) noch 14 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 15,6, am Mittwoch bei 16,8 und am Dienstag bei 18,8 gelegen. Mit Heilbronn (37,1) liegt nur noch ein Kreis über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35. Alle weiteren der insgesamt 44 baden-württembergischen Stadt- und Landkreise sind unter der politisch relevanten Marke. Gleichzeitig steigt der Behörde zufolge der Anteil der Infektionen mit der besonders ansteckenden Delta-Variante: In den vergangenen zwei Wochen habe ihr Anteil an den besorgniserregenden Varianten bei 5,15 Prozent gelegen. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte am Freitag gewarnt, durch die zunächst in Indien entdeckte Variante könnte sich das Virus wieder verbreiten.

Corona bedroht UEFA-Pläne: Dem Fußball-Tempel Wembley droht der Entzug der Finalspiele der paneuropäischen EM. Wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante und der strengen Quarantäneregeln in England könnte die Europäische Fußball-Union die heiße Phase des Turniers aus London in eine andere Stadt verlegen. Dies berichtet die Tageszeitung Times am Freitag. Budapest stünde als Alternative bereit.

Corona-Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Donnerstag auf Freitag (Stand 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 146 auf insgesamt 499.462 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 12 auf insgesamt 10.157 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,73. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 73 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 14,0, im Kreis Rastatt 22,0, und im Stadtkreis Baden-Baden 19,9. Bis Donnerstagabend wurde bei 5.297.982 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 3.218.350 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 126 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 84 (66,7 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.086 von 2.377 verfügbaren Intensivbetten (87,8 Prozent) belegt.

Ungleiche Impfstoffverteilung in Afrika: Der sprunghafte Anstieg der Corona-Zahlen in Teilen Afrikas könnte nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung sein. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Neuinfektionen zum Beispiel in Liberia, Sambia, Simbabwe und Ruanda verdoppelt, sagte WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf. Die Kurve sei sehr besorgniserregend.

Inzidenz in Gaggenau unverändert: Wie die Stadtverwaltung mitteilte, lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert für Gaggenau am Freitag bei 33,3. Am Donnerstag lag der Wert ebenfalls bei 33,3.

50 Prozent der Baden-Württemberger bis Sonntag geimpft: In Baden-Württemberg wird voraussichtlich an diesem Wochenende die Hälfte aller Impfberechtigten im Land mindestens eine Impfung erhalten haben. „Wir kratzen schon heute an der 50-Prozent-Marke, am Wochenende werden wir diese entscheidende Hürde wohl nehmen“, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag in Stuttgart mit.

Spahn will Verdacht bei Intensivbetten-Register klären: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will dem Verdacht nachgehen, ob deutsche Kliniken in der Pandemie die Zahl freier Intensivbetten zum Kassieren von Freihaltepauschalen heruntergerechnet haben könnten. Das müsse aufgeklärt werden, sagte Spahn am Freitag vor der Bundespressekonferenz. „Aber es muss auch jenseits von Vermutungen gearbeitet werden. Und da ist auch viel Vermutung im Raum.“

Astrazeneca muss weitere 50 Millionen Dosen an EU liefern: Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Dazu müsse ein fester Lieferplan eingehalten werden, teilte das Brüsseler Gericht erster Instanz am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Anderenfalls drohen Zwangsgelder.

Bundesregierung verlängert Hilfen für Exportwirtschaft: Trotz wirtschaftlicher Erholung kann die deutsche Exportwirtschaft in der Corona-Pandemie weiterhin auf staatliche Unterstützung hoffen. Die Bundesregierung hat ihr Hilfspaket bis Jahresende verlängert, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Einige der im Sommer 2020 beschlossenen Maßnahmen sollten ursprünglich Ende Juni auslaufen. Die exportorientierten Unternehmen spürten die Belastungen der Pandemie aber zeitverzögert zum Teil erst jetzt, begründete das Ministerium die Verlängerung.

Abfüllung von Impfstoffen in Afrika erstmalig ab April 2022: Der westafrikanische Senegal soll ab April 2022 mit dem Abfüllen von Corona-Impfstoffen beginnen können - als erstes Land in Afrika. Das sagte Entwicklungsminister Gerd Müller am Freitag zum Abschluss seiner Westafrikareise in der Hauptstadt Dakar. Am Vortag hatte Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Abfüllung und Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. „Afrika braucht eine eigene Impfstoffproduktion, um die Bedrohung zu bekämpfen“, so Müller.

10 Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Donnerstag auf Freitag (Stand 14 Uhr) um 10 auf insgesamt 12.016 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (9.950, plus 10). Die Neuinfektionen verteilen sich auf die Stadt Rastatt, Bühl (je 4), Bühlertal und Kuppenheim (je 1). Es sind weiterhin 265 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 11.635 Infizierte, 6 mehr als am Donnerstag. Derzeit gibt es 116 aktive Fälle (plus 4) – und zwar in der Stadt Rastatt (43), Bühl, dem Stadtkreis Baden-Baden (je 17), Gaggenau (13), Durmersheim, Sinzheim (je 5), Bühlertal, Ottersweier (je 4), Kuppenheim (3), Gernsbach (2), Au am Rhein, Bietigheim sowie Weisenbach (je 1).

Bürgertests vorerst beendet: Nachdem die Inzidenzzahlen im Landkreis Rastatt weiter gesunken sind und zwischenzeitlich die Lockerungen bei der Inzidenz unter 35 greifen, fiel die Testpflicht in weiten Bereichen des öffentlichen Lebens weg, teilte die Stadtverwaltung mit. Entsprechend ist auch die Nachfrage nach Bürgertests gesunken, informiert die Gemeinde Durmersheim in einer Mitteilung. In Abstimmung mit dem DRK-Ortsverein Hardt habe die Gemeindeverwaltung daher entschieden, ab Montag, 21. Juni, vorerst keine Bürgertests mehr in der Littlehamptonhalle anzubieten. Sofern die Lage es wieder erforderlich machen sollte, sei geplant, den Betrieb wieder aufzunehmen.

Lufthansa will schnell zurückzahlen: Die Lufthansa will die staatliche Milliardenhilfe aus der Corona-Krise in wenigen Monaten zurückzahlen. Man habe als eines der ersten Unternehmen Geld bekommen, daher wolle man auch als eines der ersten Unternehmen zurückzahlen. - hoffentlich noch vor der Bundestagswahl, hieß es am Freitag.

Berliner Clubs öffnen: Die Berliner Clubs kommen wieder auf Touren: Es darf dort seit Freitag draußen wieder getanzt werden. 250 Besucherinnen und Besucher sind möglich, Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

Jeder zweite Bundesbürger geimpft: Bei den Corona-Impfungen hat laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand Freitag erhielten 41,66 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis. Vollständig geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung oder 24,66 Millionen Menschen.

Gelder für Schwimmkurse: Nach Schätzungen der baden-württembergischen Schwimmverbände haben etwa 100.000 Kinder seit Beginn der Pandemie nicht oder nicht sicher schwimmen gelernt. Mit Zuschüssen für Schwimmkurse will das Landessportministerium nun mit einem Sofortprogramm gegensteuern. Es hat ein Volumen von 900.000 Euro. Partner seien die Schwimmverbände und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Anträge für das Förderprogramm können dem Ministerium zufolge Schwimmvereine, DLRG-Ortsgruppen sowie private Anbieter mit Sitz in Baden-Württemberg von 21. Juni an stellen. Das Programm ist demnach befristet und endet am 30. November. Gefördert würden Anfängerkurse mit einer Gruppengröße von mindestens sechs bis maximal elf Kindern bis zu einem Alter von einschließlich 13 Jahren, hieß es.

RKI warnt vor Delta-Variante: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. Das Beispiel Großbritannien zeige, wie fragil Erfolge seien. Dort steigen die Fallzahlen wegen der Delta-Variante wieder deutlich.

Moskau verschärft wieder: Angesichts neuer Corona-Höchstwerte verhängt die russische Hauptstadt Moskau wieder eine Reihe von Beschränkungen. Veranstaltungen sollen auf maximal 1.000 Menschen begrenzt werden. Geschlossen wird die Fanzone zur Fußball-EM und Spielplätze. Theater und Kinos dürfen offenbleiben. In Russland breitet sich die indische Variante aus.

Eventuell Änderungen bei Final-Spielen: Kurz vor den K.o.-Spielen der Fußball-EM im Londoner Wembley-Stadion erhöht die Europäische Fußball-Union den Druck auf die englischen Behörden, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschließen. Einen Bericht der britischen „Times“, wonach sogar die Verlegung von Halbfinals und Endspiel nach Budapest diskutiert werden könne, kommentierte die UEFA zurückhaltend, aber auch mit dem Satz: „Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird.“ Laut „Times“ gehe es in den Verhandlungen insbesondere um VIP-Gäste, für die nicht dieselben, strikten Corona-Regeln bei der Einreise gelten sollen wie für normale Rückkehrer oder Einreisende.

Teststelle im Gaggenauer Rathaus schließt: Die Teststelle im Gaggenauer Rathaus ist ab der kommenden Woche geschlossen. Mitte Mai war sie eröffnet worden, um Besuchern in der Stadt ein schnelles und spontanes Testen zu ermöglichen. Mittlerweile wird in vielen Bereichen kein negativer Test mehr gefordert, sodass die Zahl der Testungen kontinuierlich zurückging. Waren es in Spitzenzeiten bis zu 150 durchgeführte Tests im Rathaus, lag der Wert in den letzten Tagen im Schnitt bei 20. Weiter geöffnet bleibt das Testzentrum in der Jahnhalle, das nach wie vor gut frequentiert wird.

Bühler Inzidenz steigt weiter: Die Stadt Bühl meldet am Freitagmorgen einen erneuten Anstieg bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert stieg von Donnerstag auf Freitag von 45 auf 48 an. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 28, am Dienstag bei zehn gelegen.

Gastgewerbe weiterhin gebremst: Nach der zaghaften Erholung in den Vormonaten sind die Umsätze im Gastgewerbe im April wieder. Das Gastgewerbe verbuchte preisbereinigt 6,3 Prozent weniger Erlöse als im März des laufenden Jahres. In nominaler Betrachtung gab es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 6,5 Prozent. Als Ursache werden die Bundesnotbremse und das Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken, auch über Ostern genannt. Hotels und Pensionen verzeichneten nach Angaben des Bundesamtes binnen Monatsfrist einen Umsatzeinbruch um 10,8 Prozent. Auch die Gastronomie sei im April „durch die weitreichenden Corona-Schutzmaßnahmen ausgebremst“ worden: Der reale Umsatz fiel im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent.

Positive Aussichten für FKB: Die Regionalflughäfen in Baden-Württemberg und Bayern kalkulieren im Sommer mit einem deutlichen Anstieg der Passagierzahlen. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden rechnet laut der Geschäftsführung mit deutlich mehr Flugverbindungen in den Sommerferien als im vergangenen Jahr. Je nach Auslastung könnten dann bis zu 200.000 Passagiere am Baden-Airport aus- und einsteigen, im vergangenen Jahr waren es nur etwas mehr als 82.000. Von den Zahlen vor der Pandemie mit 231.561 Fluggästen in den Sommerferien 2019 wäre der Flughafen damit nicht mehr weit entfernt. Den ausführlichen Text können Sie hier lesen.

Warnung vor Reisen zu EM-Spielen: Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen nach London ab - wegen der dort grassierenden Delta-Variante. „Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte er. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte, das be einer Rückkehr nach Deutschland daher eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich sei. Er appellierte dringend, alles zu tun, damit sich die Delta-Variante in Deutschland nicht schnell ausbreite.

Öffnungszeiten der Baden-Badener Freibädern ändern sich: Im Bertholdbad sind maximal 300 Badegäste pro Schicht zugelassen und es ist von 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 20 Uhr geöffnet. Im Freibad Steinbach dürfen bis zu 400 Badegäste pro Schicht kommen. Die Zeitfenster sind von 9 bis 13 Uhr und 13.30 bis 20 Uhr. Das Hardbergbad darf zeitgleich maximal 800 Badegäste empfangen. Die Zeitfenster sind von 10 bis 14 Uhr, von 15 bis 20 Uhr und After-Work-Schwimmen von 18 bis 20 Uhr. Im Strandbad Sandweier sind maximal 1.500 Personen zugelassen und die Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr sowie After-Work-Schwimmen von 18 bis 20 Uhr.