Corona kompakt: Inzidenz in Baden-Baden auf 79,7 gesunken

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Baden-Baden von Dienstag auf Mittwoch deutlich gesunken. Foto: Monika Zeindler-Efler/Archiv

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Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Baden-Baden von Dienstag auf Mittwoch deutlich gesunken. Foto: Monika Zeindler-Efler/Archiv

Demo in Karlsruhe: Die Stadt Karlsruhe und die Polizei wappnen sich für eine „Querdenker“-Demonstration an diesem Donnerstag (ab 13 Uhr) und Gegenveranstaltungen – unter anderem vom antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe. Genehmigt ist nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Maximilian Lipp, dass die „Querdenker“ mit 1.500 Teilnehmern in der Günther-Klotz-Anlage protestieren. Die Maskenpflicht entfalle nur, wenn Angehörige eines Hausstands wie von den Organisatoren geplant auf einer Decke Platz nehmen. Zu der Demo gegen die Corona-Politik mit dem Motto „Finger weg von unseren Kindern“ ist unter anderem der Gründer der „Querdenken“-Bewegung, Michael Ballweg, angekündigt. Die Veranstalterin zog gegen die Auflagen der Stadt vor Gericht – scheiterte dort aber. Der Eilantrag sei abgelehnt worden, teilte das Verwaltungsgericht Karlsruhe am Mittwochabend mit. Untersagt worden war unter anderem ein Aufzug, der ursprünglich am Dienstgebäude des Bundesverfassungsgerichts vorbeiführen sollte. Bei zwei Gegendemos seien 200 sowie 200 bis 300 Teilnehmer geplant, sagte Lipp. Die Polizei stellt sich einem Sprecher zufolge auf mögliche Konflikte zwischen „Querdenkern“ und Aktivisten aus dem linken Spektrum ein, die ebenfalls in Nähe der Grünanlage demonstrieren wollen. Man sei mit „genügend“ Beamten im Einsatz. Eine Zahl nannte er nicht.

Inzidenz in Baden-Baden auf 79,7 gesunken: Nachdem in Baden-Baden in den vergangenen Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz rasant angestiegen war, ist der Wert am Mittwoch nun wieder deutlich gesunken. Er fiel von Dienstag auf Mittwoch in der Kurstadt von 99,7 auf 79,7. Dies ist den Zahlen des Landesgesundheitsamts von Mittwoch zu entnehmen. Im Landkreis Rastatt sank der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angibt, von 62,7 auf 56,6. Landesweit ging die Inzidenz von 45,1 auf 42,0 zurück. Das Landesgesundheitsamt registrierte binnen 24 Stunden (Stand: 16 Uhr) landesweit 830 Neuinfektionen, damit steig die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf insgesamt 494.321. Weitere 12 Patienten sind verstorben, somit gibt es nun insgesamt 10.003 Todesfälle. Der R-Wert lag bei 0.74. Das heißt, dass 100 Infizierte im Mittel 74 weitere Menschen anstecken. Als genesen gelten 469.182 Infizierte, 1.652 mehr als am Vortag. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 319 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 183 (59,6 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.051 von 2.358 verfügbaren Intensivbetten (87,0 Prozent) belegt.

Inzidenz in Rastatt auf 96,2 gesunken: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in der Stadt Rastatt nach Angaben der Stadtverwaltung von Dienstag auf Mittwoch von 106,2 auf 96,2 gesunken.

Weiter zusätzliche Schulbusse in Corona-Pandemie: Das baden-württembergische Verkehrsministerium finanziert bis zum Anfang der Sommerferien weiterhin zusätzliche Fahrten von Schulbussen. Damit soll der Busverkehr in Corona-Zeiten entzerrt werden. „So können wir das Ansteckungsrisiko minimieren“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Ein entsprechendes Sonderprogramm werde verlängert. Wie viel Geld zusätzlich in die Hand genommen wird, war zunächst unklar.

37 Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Dienstag auf Mittwoch um 37 auf insgesamt 12.247 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.110, plus 33) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.137, plus 4). Die meisten Neuinfektionen gab es in Gaggenau (10), gefolgt von der Stadt Rastatt (9), dem Stadtkreis Baden-Baden, Muggensturm (je 4), Bischweier, Durmersheim (je 2) sowie Bühl, Bühlertal, Kuppenheim, Lichtenau, Rheinmünster und Sinzheim (je 1). Weiterhin sind 263 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 11.711 Infizierte, 35 mehr als am Vortag. Derzeit gibt es 273 aktive Fälle (plus 2) – und zwar in Baden-Baden (70), Rastatt (69), Gaggenau (32), Bühl (15), Sinzheim (12), Durmersheim (11), Au am Rhein (9), Muggensturm (7), Ottersweier (6), Gernsbach, Loffenau (je 5), Bietigheim, Bischweier, Bühlertal, Hügelsheim, Steinmauern (je 4), Iffezheim, Kuppenheim (je 3), Elchesheim-Illingen, Lichtenau (je 2) sowie Ötigheim und Rheinmünster (je 1).

In der Pandemie zugelegt: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele Deutsche weniger bewegt – und zugenommen. Das geht aus Ergebnissen einer Umfrage hervor, die das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der TU München gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. Demnach haben rund 40 Prozent der Befragten seit Corona an Gewicht zugelegt – im Durchschnitt 5,6 Kilogramm. Zudem bewegt sich etwas mehr als die Hälfte weniger. Besonders die 30- bis 44-Jährigen klagten über mehr Last auf den Rippen – und die Menschen, die schon vor der Pandemie ein Gewichtsproblem hatten.

Nahezu ein Fünftel vollständig geimpft: Bald ist jeder fünfte Deutsche vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.10 Uhr) wurden bisher bereits 18,8 Prozent (15,6 Millionen) der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, 43,9 Prozent (36,5 Millionen) haben mindestens eine Dosis erhalten.

Festival Mr. M’s Jazz Club abgesagt: Die Baden-Baden Events GmbH (BBE) muss nach Absprache mit Marc Marshall und den zuständigen Behörden das für kommende Woche geplante Festival Mr. M’s Jazz Club aufgrund steigender Inzidenzzahlen in Baden-Baden absagen. Geplant war die Veranstaltung vom 10. bis 12. Juni im Kongresshaus Baden-Baden.

Kabinett billigt Ende der Priorisierung: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland fällt die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge wie vorgesehen zum kommenden Montag weg. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch Änderungen der Impfverordnung, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun verkünden kann. Zugleich werden damit auf breiter Front Impfungen von Beschäftigten direkt über ihre Firmen möglich. Damit sollen Betriebsärzte ebenfalls ab kommendem Montag beginnen können und dafür in der ersten Woche mehr als 700.000 Impfdosen bekommen.

Reisebeschränkungen für Hotspots gefordert: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält für die Zeit nach dem für Ende Juni geplanten Auslaufen der Bundesnotbremse weiterhin bundesweit einheitliche Regelungen für Reisebeschränkungen aus Corona-Hotspots für notwendig. „Wenn diese Bundesnotbremse ausläuft, ist es erforderlich, dass Bund und Länder sich auf eine Obergrenze für Risikogebiete einigen“, sagte Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es könne immer wieder passieren, dass es lokale Infektionsausbrüche gebe. Gerade mit Blick auf die Verbreitung von Virus-Mutanten sei es wichtig, dann schnell reagieren zu können.

Vermeidung einer vierten Welle im Blick: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereitet sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits jetzt auf eine mögliche weitere Welle mit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen vor. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen. „Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert-Koch-Institut begonnen“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-“Morgenmagazin“. Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe. Insgesamt zeigte sich Spahn zufrieden mit der derzeitigen Situation: „Die Stimmung ist gerade zurecht gut, die Inzidenzen sind niedrig, die Impfzahlen sind hoch, aber wir sehen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich: Es kann auch schnell wieder schief gehen.“

Dämpfer für Deutschlands Einzelhändler: Nach der Erholung der Umsätze im März setzten die Ladenbesitzer im April wieder weniger um. Von März auf April des laufenden Jahres sanken die Umsätze sowohl preisbereinigt (minus 5,5 Prozent) als auch nominal (minus 5,4 Prozent), wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. „Ursächlich für den Rückgang dürften die Bundesnotbremse in der zweiten Aprilhälfte sowie das Ostergeschäft im März 2021 gewesen sein“, erklärten die Wiesbadener Statistiker am Mittwoch. Bund und Länder hatten im April bundeseinheitliche Regeln bei hohen Corona-Infektionszahlen in Kraft gesetzt. Die Bundesnotbremse im Infektionsschutzgesetz ist längstens bis zum 30. Juni befristet.

Inzidenz in Bühl steigt weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochmorgen nach Mitteilung der Stadtverwaltung bei 41. Am Montag hatte der Wert noch 31, am Dienstag 38 betragen.

Masken auch nach der Pandemie Thema: Auch nach der Corona-Pandemie will fast die Hälfte der Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge weiter Maske zum Schutz vor Krankheiten tragen, etwa während einer Grippewelle. Laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ sprachen sich 44,7 Prozent der Befragten dafür aus. 41,9 Prozent der Befragten wollen dagegen auf das Stück Stoff vor Mund und Nase dauerhaft verzichten. Der Rest ist unentschieden.

Inzidenz in Deutschland steigt: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Mittwochmorgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten. Das RKI bringe dies mit Öffnungsschritten in Zusammenhang, die die Chancen des Virus erhöhten. Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen allerdings zunächst nicht gerechnet, so Wieler. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4.917 Corona-Neuinfektionen, wie aus RKI-Angaben hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.35 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert kurz nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende bei 2.626 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 270 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.687.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.509.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.774 angegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,77 (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 77 weitere Menschen anstecken.

Inzidenz in Baden-Baden gestiegen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtkreis Baden-Baden betrug am Dienstag 99,7. Am Montag lag der Wert noch bei 88,8. Eine ausführliche Analyse zur aktuellen Situation gibt es hier.


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