Corona kompakt: WHO warnt vor nationalen Alleingängen

Baden-Baden (red/dpa) – Das Coronavirus ist seit Monaten das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Die BT-Onlineredaktion informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Ein medizinischer Mitarbeiter wartet an einer Teststation in einem medizinischen Zentrum in Madrid auf den nächsten Patienten. Die Weltgesundheitsorganisation warnt derweil vor nationalen Alleingängen in der Corona-Pandemie. Foto: Andrea Comas/AP/dpa

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Ein medizinischer Mitarbeiter wartet an einer Teststation in einem medizinischen Zentrum in Madrid auf den nächsten Patienten. Die Weltgesundheitsorganisation warnt derweil vor nationalen Alleingängen in der Corona-Pandemie. Foto: Andrea Comas/AP/dpa

Viele im Ausland angesteckt: Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Von den bekannten Corona-Neuinfektionen in Meldewoche 33, bei denen es eine Angabe zum wahrscheinlichen Infektionsland gab, lag der Anteil der Ansteckungen im Ausland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: In der Meldewoche 32 hatten sich 34 Prozent wahrscheinlich im Ausland infiziert, in der Meldewoche 31 waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden – auf vier Wochen betrachtet – der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt. Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

Tests für Impfung in Brasilien zugelassen: Die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, hat einen weiteren Test für einen Corona-Impfstoff zugelassen. Die Anvisa erlaubte dem Unternehmen Janssen-Cilag, der Pharmasparte von Johnson & Johnson, Tests für eine Impfung gegen Covid-19 in Brasilien vorzunehmen, wie aus einer Erklärung der Behörde am Dienstag hervorging. Nach einem Bericht der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil sollen in Brasilien 7000 Freiwillige an der Phase-III-Studie teilnehmen. Damit hat die Anvisa fast ein halbes Dutzend Tests dieser Art erlaubt, viele davon in der entscheidenden dritten Testphase, um die Wirksamkeit von Corona-Wirkstoffen zu überprüfen.

Ausgangsbeschränkungen im Libanon: Nach dem bisher stärksten Anstieg an Corona-Fällen hat der Libanon erneut strikte Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das libanesische Innenministerium teilte am Dienstag mit, dass das öffentliche Leben von Freitagmorgen für zwei Wochen weitestgehend stillgelegt wird, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bis zum 7. September soll zusätzlich zur Lahmlegung des öffentlichen Lebens auch eine Ausgangssperre von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gelten.

Niederländer sollen keine großen Partys feiern: Angesichts steigender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus sollen Niederländer zu Hause keine größeren Feste mehr feiern. Sechs Gäste seien das Maximum, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag. Geburtstage, Partys, Hochzeiten oder der Umtrunk mit den Nachbarn seien jetzt die Gelegenheiten mit den meisten Infektionen, sagte der Premier. „Wir geben jedem den sehr dringenden Rat: Feiert keine Feste zu Hause mit größeren Gruppen.“ Niederländer sollten stattdessen mit Gruppen in Gaststätten feiern, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter eingehalten werden könnte. „Kein körperlicher Kontakt, keine Polonaise, Glückwünsche auf Abstand“, sagte Rutte.

„Ärzte ohne Grenzen“ fordert Maßnahmen: Vor dem Hintergrund erneut zunehmender Corona-Infektionszahlen hat die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ die Zustände in spanischen Seniorenwohnheimen scharf kritisiert. Dringende Maßnahmen seien nötig, um die Bewohner besser zu schützen und zu verhindern, dass es in diesen Einrichtungen in Zukunft wieder eine hohe Zahl von Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19 gebe, warnte die Organisation in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Während der Pandemie habe es eine „„inakzeptable Vernachlässigung“ der Insassen von Altersheimen gegeben, hieß es.

Warnung vor nicht einheitlichen Regelungen: Der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat vor nicht einheitlichen Regelungen bei einer möglichen Rückkehr der Fans in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt. „Auch wenn es Ländersache ist, ist das für mich gerade unter dem Gesichtspunkt der Integrität des Wettbewerbs ein echtes Problem“, sagte Rettig dem TV-Sender Sky mit Blick auf die Zuständigkeit der Gesundheitsämter und Länder in dieser Frage. „Ich weiß nicht, ob das richtig und fair ist“, ergänzte der 57 Jahre alte frühere Bundesliga-Manager. Rettig forderte „einen einheitlichen Rahmen und Bedingungen für alle Vereine“, die sich an den bundesweit striktesten Auflagen orientieren müssten. „Und wenn an dem einen Standort 20 Prozent Kapazität von der Kapazität erlaubt sind und dem anderen – dem schwächsten Glied der Kette – nur zehn Prozent, dann dürfen zehn Prozent insgesamt für alle ins Stadion gelassen werden“, forderte er.

Kroatien soll Risikogebiet werden: Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus dem Kroatien-Urlaub fordern Baden-Württemberg und Bayern, das osteuropäische Land zum Risikogebiet zu erklären. Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt am Dienstag vereinbart, sagte ein Sprecher im Stuttgarter Staatsministerium. Kretschmann habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin bislang noch nicht getroffen worden sei. Die Einstufung als Risikogebiet durch das bundeseigene Robert Koch-Institut bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Ministerin wusste früher von Panne: Die Corona-Testpanne an Bayerns Autobahnen war Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher dargestellt. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurde das Ministerium per E-Mail darüber informiert, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten, darunter mehrere Hundert Infizierte. Huml bestätigte am Dienstag den Eingang der entsprechenden E-Mail. Zugleich betonte sie aber, dass erst zwei Tage später klar wurde, dass das Problem nicht wie gehofft schnell lösbar war.

Erneut 228 neue Infektionen im Südwesten: In Baden-Württemberg ist die Zahl der bestätigten Infektionen von Montag auf Dienstag erneut um 228 gestiegen. Dieser hohe Wert wurde auch am Montag vermeldet. Damit gibt es laut Landesgesundheitsamt (LGA) nun 38.971 Fälle, von denen 35.566 als genesen eingestuft werden, das sind 75 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um einen Fall auf 1.860. Der R-Wert wird mit 1,03 angegeben. Damit steckt jeder Infizierte im Durchschnitt etwas mehr als einen weiteren Menschen an. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 7,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert; am Montag waren es noch 6,8. Für den Landkreis Rastatt liegt dieser Wert bei 4,3, für den Stadtkreis Baden-Baden bei 5,5.

Eurowings lässt gegen Bezahlung den Mittelplatz frei: Die Lufthansa-Tochter Eurowings bietet nun doch einen freien Mittelplatz gegen Bezahlung an. Ab 18 Euro pro Strecke können Passagiere dafür sorgen, dass in den typischen Dreier-Reihen der Mittelplatz neben ihnen während des gesamten Fluges frei bleibt. Man werde den Service ab September auf allen Strecken online buchbar machen, kündigte Eurowings-Chef Jens Bischof am Dienstag an. Bislang müssen sich die Kunden noch an das Service-Center wenden. Rund 5.000 Gäste hätten die Möglichkeit bereits genutzt. Der freie Mittelplatz war als Maßnahme diskutiert worden, in Corona-Zeiten für mehr Abstand zwischen den Passagieren zu sorgen. Die Fluggesellschaften mit der Eurowings-Mutter Lufthansa an der Spitze hatten eine solche Vorgabe aber als zu teuer und unnötig abgelehnt. Die Luft werde in Flugzeug-Kabinen schnell umgewälzt und zudem mit Hochleistungsfiltern gereinigt, lauteten die Argumente. Eurowings hatte den freien Mittelsitz bereits vor Corona in der höchsten Buchungsklasse eingeschlossen. Beim Ferienflieger Condor ist es beim Check-In für 39,90 Euro möglich, einen freien Mittelsitz zu reservieren.

Frankreich führt Maskenpflicht in Unternehmen ein: In Frankreich soll künftig Maskenpflicht in Unternehmen gelten. Überall, wo sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen können, werde die Maske verpflichtend – ausgenommen seien Einzelbüros, teilte das Arbeitsministerium am Dienstag mit. Betroffen von der neuen Regelung seien etwa Besprechungsräume, Freiflächen, Korridore, Umkleideräume oder Gemeinschaftsbüros. Angesichts steigender Fallzahlen stehe der Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer und die Kontinuität der wirtschaftlichen Tätigkeit auf dem Spiel, erklärte Arbeitsministerin Élisabeth Borne. Sie hatte die Pläne zuvor den Sozialpartnern vorgestellt. Das Arbeitsministerium wies zudem darauf hin, dass Arbeiten von zu Hause aus empfohlen werde. Die Telearbeit trage dazu bei, das Infektionsrisiko zu verringern und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einzuschränken. Zuvor galt lediglich die Empfehlung, Masken am Arbeitsplatz zu tragen, wenn ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medienberichten zufolge soll die Maßnahme spätestens ab dem 1. September gelten. Demnach sollen die Unternehmen für die Kosten der Masken aufkommen.

RKI prüft Studie: Das Robert-Koch-Institut (RKI) will eine korrigierte Studie aus China zum zeitlichen Verlauf der Ansteckungsgefahr „gründlich überprüfen“. Das teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage mit. Dabei geht es unter anderem darum, ab wann ein Mensch das Virus weitergeben kann. Dieser Wert spielt bei der Kontaktverfolgung eine Rolle: Wie weit zurück sollten die Kontakte eines nachweislich Infizierten überprüft werden, wer muss eventuell in Quarantäne? Das RKI schreibt auf seiner Seite, dass vermutlich ein beträchtlicher Anteil der Ansteckungen auf Kontakte zu Infizierten in den ein bis zwei Tagen vor deren Symptombeginn zurückgehe. Dabei beruft sich das RKI auch auf die nun korrigierte Untersuchung. Ein Team um Gabriel Leung von der Universität Hongkong hatte bereits im April im Fachblatt „Nature Medicine“ über den zeitlichen Verlauf der Ansteckungsgefahr berichtet. Nun haben diese Forscher ihre Angaben in einigen Punkten korrigiert. Unter anderem schreiben sie nun: „Unsere Analyse legt nahe, dass die Freisetzung von Viren fünf bis sechs Tage vor dem Auftreten erster Symptome beginnen könnte.“ Zuvor war in dieser Passage von „zwei bis drei Tagen“ die Rede gewesen. Auf seiner Seite schreibt das RKI, dass als Kontaktperson gilt, wer „ab dem 2. Tag vor Auftreten der ersten Symptome“ mit einem Infizierten zu tun hatte. Dieser Angabe lägen „verschiedene Studien und eigene Erfahrungen“ zugrunde, teilte die RKI-Sprecherin weiter mit. Man habe bislang „mit den zwei Tagen vor Symptombeginn gute Erfahrungen gemacht“.

Azubi-Lücke im Handwerk wird kleiner: Nach der Flaute zieht die Zahl der neuen Auszubildenden in den Handwerksbetrieben in Baden-Württemberg allmählich wieder an. Ende Juli lag das Minus im Vergleich zum Vorjahr zwar immer noch bei 7,7 Prozent, wie der Handwerkstag am Dienstag mitteilte. Einen Monat zuvor hatten die Betriebe aber noch 13 Prozent weniger neue Azubis eingestellt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Knapp 12.500 angehende Lehrlinge haben bislang einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. „Während des coronabedingten Lockdowns war es für die Handwerksbetriebe faktisch nicht möglich, über Berufsorientierung, Praktika oder Ausbildungsmessen Kontakt zu potenziellen Auszubildenden aufzubauen. Jetzt holen sie kräftig auf“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handwerkstags, Oskar Vogel. „Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir die Lücke in diesem Jahr noch weiter verringern, vielleicht sogar schließen können.“

Jessica Schwarz „entrüstet“ über Corona-Demos: Die Schauspielerin Jessica Schwarz regt sich über Corona-Leugner und entsprechende Demonstrationen auf. „Ich bin entrüstet, dass Menschen hier auf die Straße gehen, keine Maske tragen und meinen, das sei alles Humbug“, sagte Schwarz („Buddenbrooks“). Es sei beängstigend, dass die Zahl der Infizierten wieder steige. „Es geht auch um berufliche Existenzen.“ Die 43-Jährige betreibt in Hessen zusammen mit ihrer Schwester ein Hotel. Die fast wöchentlichen Proteste in Deutschland gegen Masken und Hygieneregeln kann Schwarz nicht nachvollziehen. „Ich habe manchmal den Eindruck, einige Personen fühlen sich gelangweilt und gescheitert und suchen etwas, um sich wieder stark zu fühlen.“

Sechs Neuinfektionen im Ortenaukreis: Von Montag auf Dienstag, 18. August, kam es im Ortenaukreis zu sechs Neuinfektionen, damit steigt die Zahl der Infizierten auf 1.281 (Stand: Dienstag, 18. August, 14 Uhr). Die neuen Fälle stammen aus Appenweier, Offenburg, Friesenheim und Gengenbach.

KSC-Saisoneröffnung auf der Kulturbühne Karlsruhe: Die Saisoneröffnung des Karlsruher SC findet am Samstag, 5. September, um 18.30 Uhr auf der Kulturbühne in Rheinstetten (bei der Messe Karlsruhe) statt. Die Mannschaftsvorstellung wird von Stadionsprecher Martin Wacker moderiert.

WHO warnt vor nationalen Alleingängen beim Kampf gegen Corona: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat an alle Länder der Welt appelliert, mehr Geld in die gemeinsame Initiative Covax für die Entwicklung eines Impfstoffs zu investieren. „Wir müssen Covid-19-Nationalismus verhindern“, sagte ihr Chef Tedros Adhanom Ghebreyesusm am Dienstag in Genf. „Wir brauchen Solidarität für eine gemeinsame Lösung in der Covid-19-Pandemie.“ Es nütze nichts, die ganze eigene Bevölkerung zu impfen, wenn in anderen Ländern besonders Bedürftige wie Pflegepersonal ungeschützt blieben. Tedros erinnerte an die Anfänge der Pandemie, als Länder den Export von Schutzkleidung und Masken stoppten, um für die eigene Bevölkerung genug Material sicherzustellen. „Ressourcennationalismus hat die Pandemie verschärft“, sagte er. Bis Ende Juli hatten einige Dutzend Länder Interesse an einer Covax-Kooperation gezeigt. Das Programm umfasst zur Zeit neun Impfstoffkandidaten. Sobald ein Präparat sich als effektiv und sicher herausgestellt hat, sollen bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen hergestellt werden. Damit sollen in allen Ländern weltweit Pflegekräfte und durch Alter oder Vorerkrankung besonders gefährdete Menschen geschützt werden – etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in den teilnehmenden Ländern. Zahlreiche Länder investieren aber auch in meist heimische Impfstofffirmen und haben sich über Vorverträge größere Mengen gesichert, sollte die Firma einen erfolgreichen Impfstoff entwickeln. Deutschland gehört auch dazu.

Computerspiele helfen vielen Nutzern durch die Pandemie: Computer- und Videospiele haben laut einer Umfrage aus der Spiele-Branche vielen Gamern die Zeit in der Pandemie erleichtert. Wie der Verband der deutschen Games-Branche (Game) am Dienstag in Köln mitteilte, gaben 28 Prozent der Spieler an, dass ihnen Computer- und Videospiele geholfen hätten, besser durch die Pandemie zu kommen. 27 Prozent haben demnach in der Pandemie häufiger mit Familien und Freunden zusammengespielt. 43 Prozent der Befragten glaubten, dass Games helfen könnten, solche Krisen besser durchzustehen.

Fünf neue Infektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich von Montag auf Dienstag in Mittelbaden um fünf auf insgesamt 778 erhöht. Davon entfallen 583 Fälle (+ 4) auf den Landkreis Rastatt und 195 (+ 1) auf den Stadtkreis Baden-Baden. Die Neuinfektionen verteilen sich auf Durmersheim, Gaggenau, Gernsbach, Sinzheim und Baden-Baden (jeweils 1 Fall). Derzeit gibt es 30 aktive Fälle; betroffen sind Rastatt (16), Forbach, Gaggenau, Baden-Baden (jeweils 3), Durmersheim (2) sowie Bühl, Gernsbach und Sinzheim (je 1 Fall). Die Zahl der als genesen eingestuften Patienten ist ebenso unverändert (712) wie die der Todesfälle (36).

Lage in Deutschland: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1.390 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen hervor. Damit liegt die Zahl wieder deutlich über der Schwelle von 1.000. Am Sonntag und Montag war der Wert nur knapp halb so hoch. Das war zu erwarten, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Insgesamt haben sich mindestens 225.404 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 18. August, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.236, das sind vier mehr als am Vortag. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 203.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Der R-Wert lag am Montag bei 1,11 (Vortag: 1,21). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.


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