Corona kompakt: Inzidenz sinkt bundesweit auf 10,3

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Das Landratsamt Rastatt ändert die Berechnung der Covid-19-Fälle für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

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Das Landratsamt Rastatt ändert die Berechnung der Covid-19-Fälle für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Positive Aussichten für FKB: Die Regionalflughäfen in Baden-Württemberg und Bayern kalkulieren im Sommer mit einem deutlichen Anstieg der Passagierzahlen. Der Flugafen Karlsruhe/Baden-Baden rechnet laut der Geschäftsführung mit deutlich mehr Flugverbindungen in den Sommerferien als im vergangenen Jahr. Je nach Auslastung könnten dann bis zu 200.000 Passagiere am Baden-Airport aus- und einsteigen, im vergangenen Jahr waren es nur etwas mehr als 82.000. Von den Zahlen vor der Pandemie mit 231.561 Fluggästen in den Sommerferien 2019 wäre der Flughafen damit nicht mehr weit entfernt.

Warnung vor Reisen zu EM-Spielen: Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen nach London ab - wegen der dort grassierenden Delta-Variante. „Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte er. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte, das be einer Rückkehr nach Deutschland daher eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich sei.

Curevac sieht ungerechtfertigte Kritik: Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas. Daher sei es faktisch nicht korrekt, die Wirksamkeitszahlen zu vergleichen. In den Curevac-Tests seien bereits 29 Varianten enthalten. Der ursprüngliche Wildtyp des Virus, auf den die anderen Imfpstoffe getestet wurden, spiele kaum mehr eine Rolle.

Zahlen sind weiter rückläufig: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.076 Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 2.440). Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.52 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 102). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71).

Corona-Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Mittwoch auf Donnerstag (Stand 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 181 auf insgesamt 499.316 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 9 auf insgesamt 10.145 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,71. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 71 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 15,6, im Kreis Rastatt 21,2, und im Stadtkreis Baden-Baden 16,3. Bis Mittwochabend wurde bei 5.247.937 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 3.124.296 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 137 Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 91 (66,4 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.052 von 2.374 Betten verfügbaren Intensivbetten (86,4 %) belegt.

Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Großbritannien: In Großbritannien sind am Donnerstag erstmals seit Ende Februar wieder mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet worden. Die Behörden meldeten 11.007 neue Fälle binnen 24 Stunden. Die Delta-Variante des Virus lässt derzeit im Vereinigten Königreich die Fallzahlen wieder in die Höhe schnellen – trotz der Impffortschritte in dem Land. Die Zahl der Todesfälle bleibt hingegen niedrig. Am Donnerstag wurden 19 Corona-Tote verzeichnet.

Weitere russische Regionen führen Impfpflicht in Unternehmen ein: Nach Moskau haben weitere Regionen in Russland auf die gestiegenen Corona-Zahlen mit einer verpflichtenden Impfquote in Unternehmen reagiert. Auch auf der Halbinsel Sachalin im äußersten Osten Russlands sind zahlreiche Arbeitgeber angehalten, bis September mindestens 60 Prozent ihrer Angestellten impfen zu lassen, wie die regionale Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, Olga Funtusowa, am Donnerstag erklärte. Von der Regelung betroffen seien unter anderen Beschäftigte im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Schönheitssalons, Fitnessstudios sowie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Funtusowa der Agentur Interfax zufolge.

Öffnungszeiten der Baden-Badener Freibädern ändern sich: Im Bertholdbad sind maximal 300 Badegäste pro Schicht zugelassen und es ist von 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 20 Uhr geöffnet. Im Freibad Steinbach dürfen bis zu 400 Badegäste pro Schicht kommen. Die Zeitfenster sind von 9 bis 13 Uhr und 13.30 bis 20 Uhr. Das Hardbergbad darf zeitgleich maximal 800 Badegäste empfangen. Die Zeitfenster sind von 10 bis 14 Uhr, von 15 bis 20 Uhr und After-Work-Schwimmen von 18 bis 20 Uhr. Im Strandbad Sandweier sind maximal 1.500 Personen zugelassen und die Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr sowie After-Work-Schwimmen von 18 bis 20 Uhr.

Die zeitlichen Unterbrechungen zwischen den Zeitfenstern werden genutzt, um in den Bädern eine Zwischenreinigung und Desinfektion durchzuführen. Die Stadtwerke Baden-Baden bitten weiterhin, sich an die geltenden Abstands- und Hygienevorschriften zu halten. Eine Reservierungspflicht im Vorfeld besteht weiterhin. Die Buchung kann unter www.stadtwerke-baden-baden.de/schwimmbadreservierung vorgenommen werden.

Inzidenz in Gaggenau: Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für Gaggenau lag nach den aktuellen Berechnungen laut der Stadtverwaltung am Donnerstag bei 33,3.

Dänemark will zwölf- bis 15-Jährige impfen: In Dänemark sollen auch Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Ihnen soll im Rahmen der nationalen Impfkampagne eine Corona-Impfung angeboten werden, nachdem alle anderen Impfgruppen im Alter ab 16 Jahren an der Reihe gewesen sind. Das empfahl die dänische Gesundheitsverwaltung (SST) am Donnerstag. Das bedeutet, dass es für die Jüngeren gemäß dem derzeitigen Impfkalender voraussichtlich ab September soweit ist.

Landratsamt Rastatt ändert Berechnung: Das Landratsamt veröffentlichte bisher alle Covid-19-Fälle für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden mit

1. positivem PCR-Test
2. positivem Antigen-Schnelltest und anschließend bestätigtem positiven PCR-Test
3. positivem Antigen-Schnelltest ohne anschließend bestätigtem PCR-Test.
Das Landesgesundheitsamt hingegen veröffentlicht in seinen täglichen Lageberichten lediglich die Fälle der Ziffern 1 und 2 und berechnet auf deren Grundlage die jeweils gültigen Inzidenzwerte, die anschließend dem Robert-Koch-Institut zur Verfügung gestellt werden. Um eine Datenkompatibilität zwischen den vom Landratsamt und dem vom Landesgesundheitsamt veröffentlichten Zahlen zu erreichen, wird das Landratsamt eigenen Angaben zufolge seine veröffentlichten Fallzahlen zum 17. Juni um die 3. Fallkonstellation bereinigen. Im Rahmen dieser Bereinigung werden die Fallzahlen neu berechnet, sodass sich in Folge die Anzahl der bestätigten, genesenen und aktiven Covid-19 Fälle ändert. Künftig werden vom Landratsamt dann nur noch die Fälle der Ziffern 1 und 2 veröffentlicht. Den neuen Berechnungen zufolge verteilt sich die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Mittelbaden auf den Landkreis Rastatt (9.940) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.066). Weiterhin sind insgesamt 265 Todesfälle zu beklage. Als genesen gelten nun 11.629 Infizierte. Derzeit gibt es den neuen Angaben zufolge 112 aktive Fälle – und zwar in Rastatt (43), Baden-Baden (17), Gaggenau (14), Bühl (13), Durmersheim (6), Sinzheim (5), Ottersweier (4), Bühlertal (3), Gernsbach, Kuppenheim (je 2), Au am Rhein, Bietigheim sowie Weisenbach (je 1).

Rechnungshof moniert „Überbeschaffung“ von Corona-Schutzmasken: Der Bundesrechnungshof hat die zentrale Beschaffung von Corona-Schutzmasken durch das Bundesgesundheitsministerium im Frühjahr 2020 scharf kritisiert. Anzuerkennen sei, unter welch hohem Einsatz es half, eine Notlage im Gesundheitswesen abzuwenden, heißt es in einem Bericht an den Bundestag. Die Prüfer rügen jedoch das „Fehlen einer systematischen Mengensteuerung“. Die aus „massiver Überbeschaffung resultierenden Lagerbestände“ und die aufgewendeten Haushaltsmittel in Milliardenhöhe seien „nicht wirtschaftlich für eine wirksame Pandemiebekämpfung eingesetzt“ worden. Ressortchef Jens Spahn (CDU) rechtfertigte das Vorgehen in der Krise, aus dem aber Lehren zu ziehen seien. Die Opposition forderte rasche Aufklärung.

Nachweis für geimpfte Genesene ab Ende Juni: Von Covid-19 Genesene können ihren Status ab Ende Juni in der Corona-Warn-App (CWA) und der CovPass-App hinterlegen. Dann sollen auch Genesene mit Impfung ihren Schutzstatus digital nachweisen können, erklärte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Donnerstag. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt. Auch das Austellungssystem für die Zertifikate bei Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können. Aktuell können Betroffene noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen

Bordelle dürfen öffnen: Bordelle dürfen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Baden-Württemberg ab Montag wieder öffnen. Die seit Anfang November 2020 geltende Zwangsschließung sei mittlerweile unverhältnismäßig, teilte der VGH am Donnerstag mit. Damit war der Eilantrag einer Bordell-Betreiberin aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe erfolgreich. Das Infektionsgeschehen habe sich entscheidend verbessert, argumentierte der 1. Senat. Ein undifferenziertes Totalverbot, das massiv in die Berufsfreiheit der Antragstellerin eingreife, sei nicht mehr verfassungskonform. Nach Ansicht der Richter könnte die Infektionsgefahr in Bordellen zwar noch größer sein als bei anderen körpernahen Dienstleistungen; aber Maßnahmen unterhalb eines Totalverbotes wie Hygienekonzepte und deren Kontrolle könnten für mehr Schutz sorgen. Der Beschluss kann nicht angefochten werden.

Schnellere wirtschaftlich Erholung: Die Wirtschaft erholt sich aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung schneller als gedacht. Dieses Jahr rechnen die Wissenschaftler mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 3,2 Prozent, im nächsten Jahr von 4,3 Prozent. Die Prognose hat sich damit leicht verbessert. Vieles hängt demnach davon ab, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt.

Japan hebt Notstand auf: Japan hebt einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio den Corona-Notstand für Tokio am Sonntag auf. Das beschloss die Regierung am Donnerstag. Der Quasi-Notstand, mit eingen noch verbleibenden Restriktionen, soll vorläufig bis zum 11. Juli gelten. So darf zwar Alkohol wieder ausgeschenkt werden, aber nur bis 19 Uhr. Zudem sind Restaurants weiter aufgerufen, schon um 20 Uhr zu schließen. Zudem soll eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern bei Olympia zugelassen werden - lokale Medien berichteten von einer Marke von bis zu 10.000 Besuchern.

Spahn verteidigt Maskenbeschaffung: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Vorgehen seines Ressorts beim Beschaffen damals knapper Corona-Schutzmasken im Frühjahr 2020 gerechtfertigt. „Ja, es stimmt: In dieser Notlage haben wir tatsächlich unkonventionell handeln müssen“, sagte er am Donnerstag. Er könne sich erinnern, wie Unikliniken wegen fehlender Masken fürchteten, den Betrieb einstellen zu müssen. Dann könne man sagen, man habe gerade keine Struktur für eine Lösung. Stattdessen habe das Ministerium aber auf verschiedenen Wegen alles versucht „und auch viel bezahlt, das ist wahr.“ Als Lehre daraus gelte es jetzt zu schauen, dass es nicht noch einmal so komme, sagte Spahn

Caritas international kritisiert Brasiliens Corona-Politik: Caritas international macht die brasilianische Regierung mitverantwortlich für Hunderttausende Corona-Tote in dem lateinamerikanischen Land. Mindestens 60 Prozent der Todesfälle hätten durch eine angemessene Politik verhindert worden können, erklärte Caritas international am Donnerstag in Freiburg und zitierte damit die Einschätzung der Caritas in Brasilien. Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in Brasilien bislang mehr als 493.000 Menschen wegen Covid-19 gestorben.

Gericht lehnt Eilantrag ab: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat einen Eilantrag der AfD gegen die Unterzeichnung des deutschen Ratifizierungsgesetzes für den EU-Corona-Hilfsfonds abgelehnt. Da das Gesetz bereits durch den Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet worden sei, habe sich der Antrag erledigt, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte das Gesetz am 23. April unterschrieben, nachdem Karlsruhe einen anderen Eilantrag dagegen abgewiesen hatte. (Az. 2 BvE 4/21). Die AfD hatte ihre Verfassungsbeschwerde und den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung damals aber schon eingereicht, weswegen nun über Letzteren entschieden wurde.

Deutlich mehr Neuinfektionen in England: Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen. Daten von 110.000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni hätten ergeben, dass die Zahl der Fälle sich alle elf Tage verdoppelt. Schwerpunkt ist Nordwestengland.

Erneuter Anstieg in Bühl: Die Stadt Bühl meldet am Donnerstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 45. Das ist erneut ein deutlicher Anstieg zum Vortag. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 28, am Dienstag bei zehn gelegen.

Hilfen nur schwach abgerufen: Unternehmen in Deutschland haben bisher viel weniger Corona-Hilfen abgerufen als von der Bundesregierung geplant. Das teilte das Forschungsinstitut ifo mit. Das habe auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschließen. Der Bund hatte den Angaben nach in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon seien bislang 24 Prozent abgerufen worden. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, laut Ifo wurde weniger als ein Drittel davon in Anspruch genommen. Bei der Überbrückungshilfe I wurden demnach sechs Prozent abgerufen, bei der Überbrückungshilfe II rund zehn Prozent, bei der Überbrückungshilfe III gut 28 Prozent. Von den Novemberhilfen wurden 56 Prozent der verfügbaren Mittel ausgezahlt, von den Dezemberhilfen 33 Prozent. Die staatliche KfW-Bank habe aus ihrem Sonderprogramm bisher 46 Milliarden Euro zugesagt.

Mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage: Zahlreiche Eltern haben sich in der dritten Corona-Welle wegen geschlossener Kitas und Schulen krankschreiben lassen. Aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen zeigen, dass zwischen Januar und Mai dieses Jahres mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen wurden, weil Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt im Betrieb waren. Mehr als 600.000 Mal wurde pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in dieser Zeit beantragt, wie der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer und die DAK-Gesundheit mitteilten. Den Daten der Barmer zufolge nutzten Eltern im Schnitt zwei bis drei Kinderkrankentage im Monat.

Deutsche wieder reisefreudig: Die Nachfrage nach Urlaub an Nord- und Ostsee, aber auch in den deutschen Mittelgebirgen ist laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) groß. Der Trend gehe zudem weiter zu Urlaub im eigenen Land und zur Anreise mit dem Auto.

Dämpfer für Curevac: Die Tübinger Biopharmafirma Curevac hat einen empfindlichen Dämpfer bei der Impfstoff-Entwicklung publik gemacht. Das Unternehmen musste am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt. An der Börse halbierte sich der Wert von Curevac. Vorbörslich brachen die Titel beim Broker Lang & Schwarz zuletzt um 56 Prozent ein auf 34,75 Euro.

Impfzentren für Auffrischungsimpfungen: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund. Voraussichtlich ab Herbst stünden Auffrischungsimpfungen für die 900.000 Pflegeheimbewohner an, sagte Vorstand Eugen Brysch. Die aufsuchenden Impfungen in den 12.000 Pflegeeinrichtungen könnten aber nur mit den mobilen Teams der Impfzentren realisiert werden. Das gelte auch für Impfaktionen in Hotspots. Zudem habe nicht jeder einen Hausarzt, bei dem er einen Termin vereinbaren könne.

1.330 Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.330 Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 3.187). Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.34 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 94). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.179 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.718.955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.594.700 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,72).

Corona-Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Dienstag auf Mittwoch (Stand: 16 Uhr) nach Angaben des Landesgesundheitsamts um 288 auf insgesamt 499.135 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 23 auf insgesamt 10.136 erhöht. Der R-Wert lag bei 0,73. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 73 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug landesweit 16,8, im Kreis Rastatt 26,4, und im Stadtkreis Baden-Baden 18,1. Bis Dienstagabend wurde bei 5.190.345 Menschen mit der Impfung begonnen, bei 3.006.836 wurde sie vollständig abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 145 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 93 (64,1 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.070 von 2.375 verfügbaren Intensivbetten (87,2 Prozent) belegt.

Inzidenz in Rastatt gesunken: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) ist in Rastatt von Dienstag auf Mittwoch von 70,1 auf 60,1 gesunken. Das teilte die Stadtverwaltung mit.


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