Corona: Fünf weitere Todesfälle im Kreis Rastatt

Baden-Baden (BT) – Das Landesgesundheitsamt hat am Mittwoch im Zusammenhang mit Corona-Infektionen fünf weitere Todesfälle im Kreis Rastatt gemeldet. Zugleich stieg die bundesweite Inzidenz an.

Weitere Todesfälle: Landesweit wurden am Mittwoch im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion 57 registriert, im Kreis Rastatt waren es fünf. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa

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Weitere Todesfälle: Landesweit wurden am Mittwoch im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion 57 registriert, im Kreis Rastatt waren es fünf. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg von Dienstag auf Mittwoch (Stand: 16 Uhr) laut Landesgesundheitsamt um 7.656 auf insgesamt 1.043.548 erhöht. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Patienten stieg um 57 auf 13.172. Im Landkreis Rastatt wurden 137 Neuinfektionen registriert, im Stadtkreis Baden-Baden 35. Nach Angaben des Landratsamts Rastatt verteilten sich die aktiven Fälle (in Quarantäne) am Mittwoch in der Region folgendermaßen: Au am Rhein 6, Baden-Baden (Stadtkreis) 239, Bietigheim 12, Bischweier 5, Bühl 111, Bühlertal 20, Durmersheim 59, Elchesheim-Illingen 11, Forbach 3, Gaggenau 107, Gernsbach 39, Hügelsheim 34, Iffezheim 23, Kuppenheim 38, Lichtenau 18, Loffenau 20, Muggensturm 21, Ötigheim 20, Ottersweier 18, Rastatt 254, Rheinmünster 22, Sinzheim 35, Steinmauern 10 und Weisenbach 19. Im Kreis Rastatt gab es fünf weitere Todesfälle. Der R-Wert lag im Land bei 1,00. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 269,5, im Kreis Rastatt 301,2 und in Baden-Baden 313,8. Landesweit gelten 919.594 Menschen als genesen, das sind 9.022 mehr als am Vortag. Laut Divi-Intensivregister sind 20,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 462 Menschen werden dort behandelt. In sieben Tagen kamen statistisch gesehen pro 100.000 Einwohner 3,0 Patienten wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus.

Lage in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 258,6 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 239,9 gelegen, vor einer Woche bei 205,5 (Vormonat: 439,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 58.912 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.17 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 40.043 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 346 Todesfälle (Vorwoche: 414) verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.297.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,12 (Montag 3,07) an. Als genesen gelten 6.581.800 Infizierte. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 112.925.

Omikron auf dem Vormarsch

Omikron ist zur dominierenden Variante des Coronavirus im Südwesten geworden. Eine aktuelle Abfrage bei den Laboren in Baden-Württemberg zeige, dass bereits jetzt bei über 50 Prozent aller SARS-CoV-2 Diagnosen die Omikron-Variante nachgewiesen werde, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Dienstag mit. Es könne daher spätestens in sieben bis 14 Tagen damit gerechnet werden, dass die allermeisten Infektionen im Land auf Omikron zurückgehen werden. Die Zahl der an das Landesgesundheitsamt übermittelten Omikron-Fälle stieg am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 5.283. Das sind 1.003 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Behörde zählt dazu sowohl Fälle, die über eine vollständige Erbgutanalyse sicher nachgewiesen sind als auch Infektionen, bei denen ein variantenspezifischer PCR-Test einen Verdacht auf Omikron ergeben hat.

Impfangebot für Kinder im Rossi-Haus

Im Rossi-Haus in Rastatt (Herrenstraße 13) werden am Sonntag, 9. Januar, erstmals Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren mit dem speziell für Kinder abgestimmten Impfstoff der Firma Biontech geimpft. Die Zweitimpfungen finden am 30. Januar 2022 statt. Aufgrund der aktuellen Knappheit des Impfstoffs ist eine Corona-Impfung derzeit noch für Kinder reserviert, die sie am dringendsten benötigen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die COVID-19-Impfung Kindern mit bestimmten Vorerkrankungen. Dazu zählen unter anderem angeborene oder chronische Herz- oder Lungenerkrankungen aber auch Diabetes und Adipositas. Zusätzlich wird die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen empfohlen, wenn sich in deren Umfeld Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht besteht, dass die Impfung nicht zu einem ausreichenden Schutz führt. Zum Beispiel bei Menschen, die eine immunsuppressive Therapie erhalten. Impfungen auf individuellen Wunsch der Familien können aufgrund der Impfstoffknappheit im Moment nicht angeboten werden, teilte die Stadt Rastatt am Dienstag mit. Eine Terminvereinbarung ist voraussichtlich ab Freitag, 7. Januar, online unter https://www.landkreis-rastatt.de/corona/impfen möglich


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