Bambi nicht mehr live in der ARD

München/Baden-Baden (red/dpa) - Die Verleihung des Medienpreises Bambi wird künftig nicht mehr live im Fernsehen übertragen - zumindest nicht in der ARD.

Symbolfoto: Uli Deck/dpa

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Nach annähernd einem Vierteljahrhundert beendet die ARD die Live-Übertragungen der Bambi-Galas. Der ARD-Koordinator für Unterhaltung, Thomas Schreiber, sagte am Donnerstag: „Der Vertrag ist 2019 ausgelaufen; in der ARD gab es ein Votum, keinen neuen Vertrag zu schließen.“ Zuerst hatte das Portal „dwdl.de“ berichtet.

Hubert Burda Media, die den Bambi verleiht, teilte auf BT-Anfrage am Freitagmorgen mit: „Bambi wird es immer geben. Es ist eine multimediale journalistische Plattform geworden, die würdigt, was den Menschen wichtig ist. Die Verleihung 2019 hat über sieben Milliarden Medienkontakte erzielt, von denen die ARD 3,46 Mio. Fernsehzuschauer beigesteuert hat.“

Unabhängig von der Entscheidung der ARD funktioniere Bambi als größter europäischer Medienpreis und als populäre Marke kanalunabhängig mit oder ohne Fernsehen, zeigte sich Hubert Burda Media überzeugt. Die Zusammenarbeit mit der ARD und besonders dem Mitteldeutschen Rundfunk wurde im Rückblick als erfolgreich und innovativ bewertet. „Jetzt gehen wir diesen Weg ohne die ARD weiter“, heißt es in der Stellungnahme.

Der Bambi von Hubert Burda Media ist einer der wichtigsten Medienpreise in Deutschland. Die Auszeichnung gibt es seit 1948. Seit Mitte der 1990er Jahre übertrug die ARD die Verleihung live im Fernsehen. Die letzte Bambi-Verleihung fand mit großem Staraufgebot im Baden-Badener Festspielhaus statt.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe des Badischen Tagblatts oder ab Samstagmorgen, 4 Uhr, im E-Paper.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 11:40 Uhr
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