Apokalypse am Zarenhof

Stuttgart (red) – Apokalyptische Bilder gebiert die Stuttgarter Oper in „,Boris“. Auch mithilfe von Videos wird Mussorgskys Zarenoper mit der Neuproduktion „Secondhand-Zeit“ von Newski verzahnt.

Mussorgskys „Boris Godunow“ futuristisch: Adam Palka (Mitte) in der Titelrolle mit dem Staatsopernchor. Foto: Weissbrod/dpa

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Mussorgskys „Boris Godunow“ futuristisch: Adam Palka (Mitte) in der Titelrolle mit dem Staatsopernchor. Foto: Weissbrod/dpa

Von Georg Rudiger

„Das Gedächtnis lässt nach, aber das Herz erinnert sich an alles“, sagt die Frau des Kollaborateurs an der Stuttgarter Staatsoper, bevor der Zar Boris Godunow die Macht an seinen Sohn Fjodor weitergibt und in großer Einsamkeit stirbt. Der Satz stammt aus Swetlanas Alexijewitschs 2013 erschienenem Buch „Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“, das auf Interviews basiert, die die Autorin mit leidgeprüften Bürgern des Sowjetregimes geführt hatte.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 00:00 Uhr
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