Achter-Trainer Bender hofft auf Olympia-Gold

Karlsruhe (mi) – Mit einem Jahr Verspätung infolge der Corona-Pandemie versucht Ruder-Bundestrainer Uwe Bender aus Karlsruhe das deutsche Flaggschiff, den legendären Achter, 2021 in Tokio zu Olympia-Gold zu führen.

Als amtierender Weltmeister soll der Achter auch bei Olympia in Japan ganz vorne landen. Foto: Seyb/dpa

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Als amtierender Weltmeister soll der Achter auch bei Olympia in Japan ganz vorne landen. Foto: Seyb/dpa

Von Michael Ihringer

Die Bilder in der ZDF-Reportage wirkten verstörend und amüsant zugleich, wie Johannes Weißenfeld auf seinem Rollsitz sein Training absolviert. Nicht im Achter auf seinem gewohnten Betätigungsfeld Wasser, sondern auf dem eigenen Balkon, angefeuert von den belustigten Nachbarn. So sieht der Hochleistungssport Rudern aus, wenn der gesamte Trainings- und Wettkampfbetrieb in Folge des Unworts des Jahres, Corona genannt, zum Erliegen kommt. Urlaub auf Balkonien statt Olympia in Tokio Ende Juli – härter hätte es für den Verband und sein Flaggschiff schlechthin nicht kommen können in diesem Jahr.
Der Virus schert sich nicht um den Wettkampfkalender, in Zeiten rückläufiger Infektionszahlen können die Athleten seit vergangener Woche wenigstens endlich wieder ihren Trainingsbetrieb aufnehmen – und den Kampf um das ersehnte Olympia-Gold in der Königsdisziplin mit einem Jahr Verspätung in Angriff nehmen. „Wir hätten uns die Entscheidung vom IOC etwas früher gewünscht. Es herrschte eine große Unsicherheit, diese Phase war sehr hart. Die Zeitschiene verändert nun vieles“, sagt Achter-Bundestrainer Uwe Bender. „Es ist absolut wichtig für uns, dass wir wieder einen relativ normalen Sportbetrieb durchführen können und beim Training andere Möglichkeiten als bislang haben.“

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Erstellt:
13. Juni 2020, 06:30 Uhr
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