Zukunft der Geburtsstation offen

Rastatt (ema) – Zur Zukunft der Geburtsstation in Rastatt lässt sich das Klinikum Mittelbaden momentan nicht festlegen. Frühestens Ende 2020 könnten Entscheidungen fallen, heißt es.

Wann oder ob jemals wieder in Rastatt der „Storch“ im Klinikum landet, ist derzeit noch völlig offen. Foto: red/av

Wann oder ob jemals wieder in Rastatt der „Storch“ im Klinikum landet, ist derzeit noch völlig offen. Foto: red/av

Von Egbert Mauderer

Wenn sich der Gemeinderat am Donnerstag bei seiner Sitzung in der Badner Halle (Beginn: 17.30 Uhr) mit einer von der SPD-Fraktion angeregten Resolution zur Aufrechterhaltung der Entbindungsstation befasst, wird entgegen dem Wunsch der Sozialdemokraten kein Vertreter der Klinikum-Geschäftsführung Rede und Antwort stehen. Geschäftsführer Jürgen Jung hat gegenüber der Stadtverwaltung signalisiert, dass es frühestens Ende dieses Jahres, eher jedoch im ersten Quartal 2021 sinnvoll sei, über eine „abschließende Entscheidungsfindung“ zu sprechen.

Wie berichtet, ist die Rastatter Geburtsstation seit Ende März geschlossen. Sie wird für die erweiterte Vorhaltung von Intensivüberwachungseinheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie genutzt. Seitdem konzentriert sich das Klinikum Mittelbaden bei Geburten auf den Standort Balg.

Derzeit läuft eine grundsätzliche Überprüfung

Aus dem Schreiben Jungs an die Stadt geht hervor, dass die räumlichen und organisatorischen Änderungen im Leistungsangebot des Unternehmens bis Ende 2020 begrenzt sind. Der Geschäftsführer ruft in Erinnerung, dass es aktuell eine grundsätzliche Überprüfung der Klinikstandorte auf Basis externer Gutachten gebe. Jung: „Ob und wann dazu Entscheidungen getroffen werden, ist derzeit noch völlig offen.“ Zu den möglichen Alternativen gehört auch ein zentraler Neubau. Die SPD-Fraktion zeigt sich angesichts der anhaltenden Schließung der Geburtsstation besorgt und fürchtet eine Schwächung des Standorts Rastatt. Mit einer Resolution soll auf eine baldige Wiedereröffnung der Entbindungsstation hingewirkt werden. Die Verwaltung selbst schreibt, dass die Beibehaltung der Entbindungsstation am Standort Rastatt „absolut wünschenswert“ sei.


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