Zeit für Anregungen und Kritik

Rastatt (waa) – Unter dem Motto „Rastatt, wach auf!“ lud die Jugenddelegation am Dienstag Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen zum Jugendgipfel ein.

„Rastatt, wach auf“: Mitglieder der Jugenddelegation erwecken den städtischen Jugendbeteiligungsreferenten Florian Seeland aus dem „Corona-Schlaf“. Foto: Alena Wacker

„Rastatt, wach auf“: Mitglieder der Jugenddelegation erwecken den städtischen Jugendbeteiligungsreferenten Florian Seeland aus dem „Corona-Schlaf“. Foto: Alena Wacker

Von Alena Wacker

Das Motto soll ein Aufruf an die Jugendlichen sein, die durch den Corona-Lockdown erzwungene Tatenlosigkeit abzustreifen und die Stadt nun wieder aktiv mitzugestalten. Nachdem der Jugendgipfel im vergangenen Jahr nur digital hatte stattfinden können, freuten sich die Vertreter der Jugenddelegation Rastatt umso mehr, die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr wieder persönlich in der BadnerHalle begrüßen zu dürfen. Insgesamt ist es seit 2017 der vierte Jugendgipfel der Stadt Rastatt. Pro Schulklasse wurden drei Jugendliche ausgewählt, die die Veranstaltung besuchen durften. Dabei natürlich im Gepäck: die Themen und Meinungen ihrer Klassenkameraden. In verschiedenen Diskussionsinseln kamen die Schüler im Lauf des Vormittags mit der Jugenddelegation ins Gespräch. Besonders im Fokus standen dabei jugendrelevante Themen wie etwa „Schule“. Dort wünschen sich die jungen Leute zum einen mehr Fortschritt bei der Digitalisierung, zugleich wurden aber auch vermeintliche Tabuthemen wie die Bereitstellung von Damenhygieneartikeln auf den Schultoiletten ganz offen angesprochen. Auch das Thema „Jugendtreffplätze“ war in den Gesprächen von großer Bedeutung. Um sich sportlich zu betätigen oder Freunde zu treffen, wünschen sich die Teilnehmenden noch mehr Möglichkeiten. Die Jugenddelegation hatte bereits im vergangenen Jahr zur Eröffnung der Calisthenics-Anlage am Murgdamm beigetragen, bei der mit Eigengewicht Fitnessübungen gemacht werden können, und ist sehr stolz auf diesen Erfolg. Nach wie vor sei auch der Wunsch nach einem Jugendcafé noch immer sehr groß, betonen die Vertreter der Jugenddelegation. Gut erreichbar und zentral sollte er sein und einen Ruheraum für Schularbeiten bieten.Kritische Stimmen gab es von den Teilnehmern des Jugendgipfels in Bezug auf den Rastatter Bahnhof. Vor allem die jungen Frauen fühlen sich dort oft unsicher und erhoffen sich in der Zukunft mehr Kontrollen. Ziel des Jugendgipfels ist es, die verschiedenen Anregungen und Ideen der Jugendlichen zu sammeln. Die Ergebnisse wird die Jugenddelegation gemeinsam mit Jugendbeteiligungsreferent Florian Seeland nun in den kommenden Wochen auswerten. Erst mit der Zeit wird sich dann zeigen, welche Projekte bearbeitet werden können und „wo die Reise hingehen soll“, erklärt Seeland. Für Vertreterin der Jugenddelegation Laura Frank ist der Jugendgipfel 2021 bereits jetzt ein „voller Erfolg“, da so viele Jugendliche aus Rastatt sich endlich wieder persönlich austauschen konnten. Auch von der Vielfalt der Ideen waren die anwesenden Vertreter der Jugenddelegation begeistert.

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Erstellt:
21. Juli 2021, 12:30 Uhr
Lesedauer:
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