Wenn die ganze Klasse auf Durchzug schaltet

Malsch (as) – An der Waldhausschule ist der Prototyp einer Lüftungsampel im Einsatz. Tüftler des Vereins „Fablab“ haben sie im Zeichen von Corona entwickelt.

„Müssen alle 20 bis 25 Minuten lüften“: Nils Roßmann (links) und Ursula Grass (rechts) mit der CO2-Ampel. Foto: Anja Groß

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„Müssen alle 20 bis 25 Minuten lüften“: Nils Roßmann (links) und Ursula Grass (rechts) mit der CO2-Ampel. Foto: Anja Groß

Von Anja Groß

Kaum ist der kleine Apparat angeschlossen, leuchtet der traurige Smiley rot – „jetzt aber schnell die Fenster auf“, ruft Ursula Grass der Klasse zu. „Rot“ steht auf der Lüftungsampel, deren Prototyp die Waldhausschule in Malsch derzeit testet, nämlich für eine zu hohe CO2-Konzentration in der Luft. Warum das in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig ist? „Je mehr CO2 ihr ausgeatmet habt, desto mehr Viren befinden sich möglicherweise auch im Klassenzimmer“, erklärt Nils Roßmann, einer der Entwickler des Geräts.
„Hier waren jetzt 2000 Teilchen CO2 in der Luft, das ist doppelt so hoch wie von Wissenschaftlern empfohlen“, verdeutlicht er. Bis der Wert auf unter 700 CO2-Teilchen pro eine Million Moleküle sinkt, dauert es einige Minuten. Die Klassenlehrer öffnen auch noch die Tür, um den Luftaustausch zu beschleunigen. Dann springt die Ampel wieder auf Grün und den lachenden Smiley. Das signalisiert: Alles im grünen Bereich. Damit ist allerdings nciht die Ansteckungsgefahr gebannt, betont Roßmann. Lüften in den Pausen und die Einhaltung der restlichen Hygiene- und Abstandsregeln seien dennoch unerlässlich.

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Erstellt:
4. Oktober 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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