Viele Altbatterien landen unerlaubt im Müll

Rastatt (red) – Alte Batterien darf man nicht einfach in die Mülltonne werfen. Sie müssen in den grünen Sammelboxen im Handel eingeworfen werden, damit sie recycelt werden können. Doch in Deutschland wird nur jede zweite Batterie dem Sammelsystem zugeführt.

In solchen Behältern werden im Handel Altbatterien gesammelt.  Foto: Landratsamt Rastatt

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In solchen Behältern werden im Handel Altbatterien gesammelt. Foto: Landratsamt Rastatt

Ob Wanduhr, Fotoapparat, Wecker, Fernbedienung oder Küchenwaage – ständig benutzen wir Elektrogeräte, die mit Batterien betrieben werden müssen. Batterien enthalten Schwermetalle wie Cadmium, Quecksilber oder Blei. Um Mensch und Umwelt zu schützen und Wertstoffe in hohem Maße wiederzugewinnen, müssen sie separat gesammelt und recycelt werden, beton das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, Altbatterien bundesweit unentgeltlich zurückzunehmen und zu verwerten und Batterien, die nicht mehr zu verwerten sind, ordnungsgemäß zu beseitigen. Im Fachhandel sind dementsprechend grüne Sammelboxen der Rücknahmesysteme zu finden. Dennoch werden Batterien häufig falsch entsorgt. Dadurch stehen diese Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung, unterbrechen den Verwertungskreislauf und kostbare Wertstoffe gehen verloren.

Laut Umweltbundesamt wird in Deutschland nur jede zweite Batterie ordnungsgemäß einem Sammelsystem zugeführt, die Endnutzer kommen also nicht in jedem Fall ihrer Pflicht zur getrennten Erfassung nach. Altbatterien können gegenwärtig an über 200000 Sammelstellen zurückgegeben werden, beispielsweise in jedem Elektro-Fachhandel, Supermarkt, Discounter, Drogerie- oder Baumarkt bis hin zur Tankstelle, wo Rund- und Knopfzellen verkauft werden.

Nach Möglichkeit Akkus verwenden

Die im Haushalt anfallenden Batterien können auch im Rahmen der Problemstoffsammlungen des Landkreises, auf der Entsorgungsanlage „Hintere Dollert“ in Gaggenau-Oberweier oder dem Wertstoffhof in Bühl-Vimbuch kostenlos abgegeben werden. Allerdings entstehen dem Abfallwirtschaftsbetrieb dafür Kosten, die dann wiederum in die Berechnung der Abfallgebühren einfließen. Der kostengünstigste Weg für jeden Verbraucher ist daher, die Haushaltsbatterien tatsächlich im Handel zurückzugeben.

Herkömmliche Batterien benötigen zur Herstellung 40- bis 500-mal mehr Energie, als sie bei der Nutzung später zur Verfügung stellen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb empfiehlt daher, nach Möglichkeit auf Akkus zurückzugreifen, denn durch das mehrfache Wieder-aufladen werde die ineffiziente Art der Energieversorgung abgemildert. Oftmals könne der Verbraucher auch batteriefreie oder solarbetriebene Geräte verwenden.

Weitere Infos: Abfallwirtschaftsbetrieb, (07222) 381-5555. Termine für die Problemstoffsammlungen finden sich in der Abfall-App.

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Erstellt:
24. Februar 2020, 16:30 Uhr
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