„Verstoßene Großeltern“ werden aktiv

Rastatt (as) – Für Carmen Rastetter-Grüßinger ist es ein Trauma: Seit zwei Jahren darf sie ihre Enkel nicht sehen. Die 55-Jährige will nun eine Selbsthilfegruppe für verstoßene Großeltern gründen.

Wenn Großeltern keinen Umgang mit ihren Enkeln haben dürfen, ist das oft traumatisch. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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Wenn Großeltern keinen Umgang mit ihren Enkeln haben dürfen, ist das oft traumatisch. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Von BT-Redakteurin Anja Groß

„Mein Enkel ist jetzt eingeschult worden – ich durfte nicht dabei sein“, erzählt Carmen Rastetter-Grüßinger mit Tränen in den Augen. Seit zwei Jahren darf die 55-Jährige aus Rheinstetten ihre Enkelkinder nicht mehr sehen. Kein Kontakt, keine Fotos. Ihre Verzweiflung und Wut darüber möchte sie jetzt in Mut umwandeln und eine Selbsthilfegruppe für verstoßene Großeltern in der Region gründen.
„Das ist einfach unmenschlich, das kann niemand aushalten“, beschreibt sie ihr eigenes Gefühlschaos. Hintergrund ist in ihrem Fall die konfliktreiche Trennung von ihrem Mann. Infolgedessen habe ihre ganze Familie den Kontakt zu ihr gekappt, berichtet die 55-Jährige. Und auch die beiden Enkel, mittlerweile sechs und vier Jahre alt, darf sie nicht sehen. Dabei habe sie immer ein enges Verhältnis zu ihrem Enkel gehabt, berichtet die Rheinstettenerin voller Traurigkeit.

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Erstellt:
28. September 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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