Verkehrschaos rund um Steinmauern befürchtet

Steinmauern/Ötigheim (HH) – Die K3740 nach Ötigheim wird erneut ausgebessert, zugleich die L78 nach Plittersdorf wegen Sanierung gesperrt: Anfang April droht Verkehrschaos rund um Steinaumern.

Ruckelig: Zwei Mal schon wurden Schäden auf der K3740 bei Steinmauern geflickt. In Kürze folgt der dritte Versuch. Foto: Helmut Heck

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Ruckelig: Zwei Mal schon wurden Schäden auf der K3740 bei Steinmauern geflickt. In Kürze folgt der dritte Versuch. Foto: Helmut Heck

Von Helmut Heck

Es holpert auf der K3740 zwischen Steinmauern und der Abzweigung nach Ötigheim. Am Straßenrand ist die amtliche Bestätigung zu finden: das Verkehrszeichen 112 „Unebene Fahrbahn. Eigentlich hätte alles glatt laufen sollen, nachdem auf dem Straßenabschnitt letztes Jahr im Auftrag des Landkreises Sanierungsarbeiten stattgefunden hatten. Aber nach der vermeintlichen Fertigstellung setzte ein Rütteln ein. Es sei „unheimlich ruckelig“ beschrieb Bürgermeister Toni Hoffarth vor einigen Monaten in einer Gemeinderatssitzung das Fahrgefühl.

Vollsperrung nach Plittersdorf

Der mangelhaften Sanierung folgte eine weitere. Geholfen hat es nicht. Nun soll ein neuer Versuch unternommen werden, um den Belag zu ebnen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab Hoffarth bekannt, dass der Landkreis „nochmals nacharbeiten“ lasse. Die Durchführung sei auf die 14. Kalenderwoche terminiert, also vom 4. bis 8. April. Die Straße soll halbseitig gesperrt, der Verkehr mit Ampeln geregelt werden. In derselben Woche sei außerdem geplant, auf der L78a zwischen Steinmauern und Plittersdorf eine Absenkung bei der Brücke über den Riedkanal zu beheben. Dort werde „ein, zwei Tage“ eine Vollsperrung erforderlich.

Beeinträchtigungen erwartet

Hoffarth zeigte sich zufrieden, dass mit dem Landkreis die Reparatur beider Schadensfälle habe verabredet werden können. Das Entgegenkommen sei nur durch die Erledigung im gleichen Zeitraum möglich gewesen. Grund dafür sei, dass die Arbeiten von ein und derselben Kolonne des beauftragten Unternehmens durchgeführt werden sollen. Es sei abzusehen, dass die Gleichzeitigkeit zu „erheblichen Beeinträchtigungen“ führen werde, warb Hoffarth um Verständnis für den „sauren Apfel“.

Andreas Härtel (CDU) rang um Fassung. Zwei Sperrungen auf einmal, „das funktioniert nicht“, sagte Härtel den Zusammenbruch des innerörtlichen Verkehrs auf der Hauptstraße voraus. Der morgendliche Berufsverkehr Richtung Rastatt sei schon unter normalen Umständen eine Geduldsprobe. Entweder müsse die Baustelle auf der L78a ebenfalls mit halbseitiger Sperrung vonstatten gehen oder die Arbeiten hintereinander abgewickelt werden, war seine Forderung. „Wer plant so etwas“, rätselte Härtel über das Zustandekommen des „nicht erklärbaren“ Parallel-Vorhabens“. Es könne „nicht geduldet“ werden, verlangte er einen anderen Ablauf. Geld als Argument ließ er nicht gelten: Im Stau zu stehen, verursache auch Kosten.

Kolonne im Doppeleinsatz

Er verstehe Härtels Einwände „mehr als gut“, erklärte Hoffarth. So ähnlich sei auch die erste Reaktion der Verwaltung gewesen. Man nehme die Bedenken zum Anlass, noch einmal beim Landkreis vorzusprechen. Viel erreichen dürfte die Gemeinde nicht, darf nach einer Anfrage unserer Zeitung beim Landratsamt vermutet werden. Die Pressestelle teilte mit, dass die zeitliche Umsetzbarkeit bei einem Vor-Ort-Termin zwischen Straßenbauamt und Bürgermeister festgelegt worden sei. Der Doppeleinsatz einer Kolonne sei notwendig, um die „zeitnahe Umsetzung zu gewährleisten“.

Eine zeitliche Entzerrung wäre „grundsätzlich möglich“. Sie hätte aber zur Folge, dass „die Arbeiten an der L78a aus Kapazitätsgründen erst nach dem Sommer“ erfolgen könnten, ließ die Behörde wissen und versicherte, die verkehrlichen Einschränkungen würden „auf ein Minimum“ reduziert.

Der Verkehrsablauf auf der K3740 mit halbseitiger Öffnung und Ampeln werde von der Straßenmeisterei überwacht, um die Signale bei Bedarf „auf Stoßzeiten anpassen“. Die L78a hingegen müsse zwar „zeitweise voll gesperrt“ werden.

Zwischen den Fräsarbeiten und dem Einbau des Asphalts werde die Sperrung aber aufgehoben, sodass sie „auf ein Mindestmaß reduziert“ werden könne.

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Erstellt:
28. März 2022, 10:30 Uhr
Lesedauer:
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