Vergünstigungen in drei Städten

Rastatt (red) – Mit einem Familien- und Sozialpass erhalten finanziell schlechter gestellte Familien in den Großen Kreisstädten im Landkreis Rastatt Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen – bislang am eigenen Wohnort. Jetzt haben sich Rastatt, Gaggenau und Bühl zu einer Sozialregion Mittelbaden zusammengeschlossen.

Vergünstigungen in drei Städten

Das Puzzle kann stetig erweitert werden: Rastatts Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (von links nach rechts) und Bürgermeister Arne Pfirrmann beschließen gemeinsam mit OB Christof Florus, OB Hubert Schnurr und Landrat Toni Huber die Sozialregion Mittelbaden. Foto: Stadt Rastatt

Der Zusammenschluss ermöglicht es Kindern, Jugendlichen und Familien, die mit der Familienkarte verbundenen Wertmarken städteübergreifend bei öffentlichen Einrichtungen einzulösen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beteiligten Städte. Geplant ist zudem, weitere, auch gewerbliche und gastronomische Kooperationspartner ins Boot zu holen. Der Verbund ist auf Initiative der Stadtverwaltung Rastatt entstanden, mit dem Ziel, das Freizeit- und Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche in der Region auszuweiten und zu verbessern.

Seit der Einführung der Rastatter Kinder- und Familienkarte im Januar letzten Jahres konnte allein die Stadtverwaltung Rastatt rund 30 Kooperationspartner gewinnen. Gemeinsam mit den Partnern der beiden anderen Großen Kreisstädte, die sich von der Idee begeistern ließen, können Familien sich nun auf ein vielfältigeres und attraktiveres Angebot freuen. Dazu zählen ergänzend Vereinbarungen mit dem Karlsruher Zoo und dem Naturkundemuseum Karlsruhe oder auch mit der Kinder-Musik-Welt Toccarion in Baden-Baden. Nach dem Vorbild der Sozialregion Karlsruhe, der sich stetig weitere Städte angeschlossen haben, hoffen auch Claudia Zeich, Koordinatorin des Projekts bei der Stadt Rastatt, sowie ihre federführenden Kollegen aus Gaggenau und Bühl, dass sich weitere Städte und Gemeinden im Landkreis der Sozialregion Mittelbaden anschließen werden.

Bühl prüft Wertmarkensystem

Jede der drei Großen Kreisstädte verfügt bereits über eine Familienkarte oder einen Kinder- und Sozialpass, die Familien kostenlos im Bürgerbüro der eigenen Stadt beantragen können. Während Rastatt und Gaggenau schon mit den Wertmarken arbeiten, müssen sich Bühler Familien noch etwas gedulden. Die Zwetschgenstadt prüft derzeit, wie das Wertmarkensystem den Bühler Familien angeboten werden kann.

Landrat hofft auf weitere Mitstreiter

Landrat Toni Huber begrüßt die Gründung einer Sozialregion Rastatt/Bühl/Gaggenau: „Ich hoffe, dass sich der Initiative der Großen Kreisstädte möglichst viele Kommunen anschließen werden. Die Bekämpfung von Kinderarmut und Altersarmut, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Teilhabeangebote für benachteiligte Familien und Alleinstehende – all das sind Merkmale eines sozialen und menschenfreundlichen Gesichts unseres Landkreises.“

Mehr Infos zur Kinder- und Familienkarte sowie die Liste der bereits gewonnenen Kooperationspartner können auf der städtischen Homepage abgerufen werden unter: www.rastatt.de, unter der Rubrik Leben/Bündnis für Familie/Kinder- und Familienkarte.