Üppige Vegetation hält Stadtgärtnereien auf Trab

Rastatt (ml) – Der bislang nasse und warme Sommer lässt die Pflanzen üppig wuchern. Das stellt Stadtgärtnereien vor große Herausforderungen. Das BT fragte beispielhaft bei der Stadt Rastatt nach.

Voller Einsatz: Die Stadtgärtner haben in diesem Sommer einen deutlich höheren Pflegeaufwand abzuarbeiten. Foto: Markus Langer

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Voller Einsatz: Die Stadtgärtner haben in diesem Sommer einen deutlich höheren Pflegeaufwand abzuarbeiten. Foto: Markus Langer

Von BT-Redakteur Markus Langer

- Die häufigen Niederschläge und warme Temperaturen sorgen derzeit für eine besonders intensive Vegetation. Das bedeutet, dass Grünanlagen häufiger gepflegt werden müssen. Welche Auswirkungen hat das auf die Arbeit der Stadtgärtnerei?
Durch die besonderen Wetterverhältnisse wachsen die Pflanzen „unbeirrt“ weiter, was natürlich viel Arbeit bereitet. So sind vor allem Rückschnitte nötig. Außerdem keimt Wildkrautbewuchs auf und zieht reichlich Jätarbeiten nach sich. Gerade an den Baumscheiben (Bereich direkt unter der Krone am Stammfuß, oftmals mit Trittgittern abgedeckt) fällt der grüne Bewuchs vermehrt auf. Normalerweise ist das Gras in der sonst eher trockenen und heißen Jahreszeit viel weniger üppig und braun. Zudem sterben die Wildkräuter üblicherweise durch den oberirdischen Wassermangel ab, dieses Jahr jedoch kaum. Um dem Grün für kurze Zeit Einhalt zu gebieten, müssen aufwendige „Fugenkratzaktionen“ ausgeführt werden. Dazu fehlt jedoch oft Zeit und Personal. Denn auch andere Arbeiten sind vordringlich zu erledigen – so die Beseitigung von herabhängenden oder abknickenden Ästen, die durch das Gewicht der dauerhaft nassen Belaubung entstehen sowie durch starke Niederschläge und stürmisches Wetter. Auch die Pflege der Rasenflächen ist durch das Wetter deutlich erschwert. Denn das Gras gedeiht ebenfalls üppig. Aber nasse Flächen zu mähen, ist ein schwieriges Unterfangen. Die Maschinen versumpfen geradezu, der Rasenschnitt verteilt sich nicht, fällt unschön als nasse Brocken aus den Maschinen und bleibt auf Geh-, Radwegen und Straßen haften; dies wiederum bedeutet einen erhöhten Aufwand beim Reinigen. Und schlussendlich ist das Wetter auch fürs Team selbst eine Arbeitserschwernis, weil starke Regengüsse beispielsweise Arbeitsabbrüche erzwingen.

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Erstellt:
25. Juli 2021, 10:00 Uhr
Lesedauer:
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