Todesfalle für Wasservögel wird entschärft

Iffezheim (mak) – Ein spezielles Bauwerk leitet den Rheinniederungskanal unter den Sandbach. Doch im Einlaufbereich herrscht eine starke Strömung, die zur tödlichen Falle für junge Wasservögel wird.

Johannes Godbarsen und Susanne Wisniewski vom INI-Vorstand kritisieren schon seit vielen Jahren die Situation vor dem Rechen im Einlaufbereich, in dem junge Wasservögel zu Tode kommen. Foto: Markus Koch

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Johannes Godbarsen und Susanne Wisniewski vom INI-Vorstand kritisieren schon seit vielen Jahren die Situation vor dem Rechen im Einlaufbereich, in dem junge Wasservögel zu Tode kommen. Foto: Markus Koch

Von BT-Redakteur Markus Koch

Es ist ein idyllisches Fleckchen, an dem der Rheinniederungskanal den Sandbach in der Nähe der Goldbrücke bei Iffezheim unterquert. Doch direkt vor dem Bauwerk, in dem der Kanal unter den Bach geleitet wird, spielen sich im Frühjahr mitunter dramatische Szenen ab: Vor dem Rechen des Einlaufbereichs, der Äste und Zweige abfängt, stürzt der Kanal ab und erzeugt eine starke Strömung. Junge Wasservögel, die nicht fliegen können und dort hineingezogen werden, schaffen es nicht mehr heraus und ertrinken oder verhungern. Tierärztin Dr. Susanne Wisniewski vom Kleintierzentrum Iffezheim hat das Regierungspräsidium bereits 2005 über diese Todesfalle informiert. Zunächst habe es seitens der Karlsruher Behörde geheißen, dass sich jemand um die Angelegenheit kümmern werde, berichtet sie im BT-Gespräch. Es passierte nichts, doch Wisniewski blieb hartnäckig und rief jedes Jahr erneut bei der Behörde in Karlsruhe an oder schickte E-Mails, um die tödliche Falle in Erinnerung zu rufen. „Ich habe auch immer wieder neue Ansprechpartner am Telefon gehabt, jedes Mal wurde mir zugesagt, dass man das Problem löst.“

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Erstellt:
19. Mai 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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