„Tiefenentspannt kann man keine hohen Töne singen“

Rastatt (ema) – Die Serie „Hoch hinaus“ widmet sich dem vielfältigen Thema Höhe. Lydia Eller, Gesangslehrerin an der Musikschule Rastatt, erzählt dafür von hohen Tönen und dem Wesen der Sopranistin.

Früher an der Oper, heute Gesangspädagogin und Solistin vor allem bei Kirchenkonzerten: Lydia Eller.  Foto: privat

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Früher an der Oper, heute Gesangspädagogin und Solistin vor allem bei Kirchenkonzerten: Lydia Eller. Foto: privat

Von BT-Redakteur Egbert Mauderer

An ihr erstes musikdramatisches Erlebnis kann sich Lydia Eller noch gut erinnern. Sie war etwa fünf Jahre, in der Wiener Oper wurde Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ gegeben. Die Hexe flog am Seilzug über die Bühne. „Das fand ich lustig“, erinnert sich die gebürtige Österreicherin lachend. „Da stand für mich fest: Ich werde Opernsängerin.“ Der Wunsch ging in Erfüllung – mit einer Stimmlage, in der die Gesangslehrerin an der städtischen Musikschule Rastatt naturgemäß hoch hinaus muss.
Der BT-Reporter fällt natürlich mit seinen musikalischen Haus-und-Hof-Kenntnissen gleich mit der Tür ins Haus und fragt nach „der“ Sopranrolle schlechthin mit dem berühmten Ton: Die „Königin der Nacht“ aus Mozarts „Zauberflöte“, die das f³ meistern muss. „Das schaff’ ich nur im stillen Kämmerlein“, bekennt Lydia Eller. Bei der Paraderolle brauche man „Reserven und sehr gute Nerven“. Auf der Bühne musste Lydia Eller aber schon einen halben Ton tiefer das e³ knacken, etwa in der Rolle des Blondchens aus Mozarts „Entführung aus dem Serail“.

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