Theaterproben in virtuellen Raum

Rastatt (red) – Das Phoenixtheater Rastatt wird kreativ: Auf Youtube werden Trailer vergangener und aktueller Stücke gepostet, aber auch tiefer gehende Einblicke in die Vereins- und Inszenierungsarbeit gezeigt.

Das Phoenixtheater Rastatt vor große Herausforderungen, doch der junge Verein möchte die Krise als Chance betrachten. Symbolfoto: Denker

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Das Phoenixtheater Rastatt vor große Herausforderungen, doch der junge Verein möchte die Krise als Chance betrachten. Symbolfoto: Denker

Die Corona-Pandemie stellt auch das Phoenixtheater Rastatt vor große Herausforderungen. Doch der junge Verein möchte die Krise als Chance betrachten, ganz nach dem Motto: „Verrückte Zeiten brauchen verrückte Ideen“, wie die jungen Theatermacher in einer Mitteilung schreiben. So finden derzeit Skype-Gespräche innerhalb der Vereinsleitung statt, um die Flut an Ereignissen und neuen Regeln in Bezug auf das Vereinsleben beurteilen und wegweisende Entscheidungen treffen zu können. Darüber hinaus soll es erste Proben via Internet geben. Das Phoenixtheater arbeitet schon seit über zwei Jahren mit einem eigenen Cloud-System, das für Dateienaustausch, Chats und Umfragen genutzt werde.

Ein neues Projekt soll der Youtube-Kanal des Phoenixtheaters Rastatt sein. Dort werden Trailer vergangener und aktueller Stücke gepostet, aber auch tiefer gehende Einblicke in die Vereins- und Inszenierungsarbeit gezeigt. Eigentlich sollte der Phoenixtheater-Youtube-Kanal vor den Aufführungen von „Die Mitte der Welt“ im April so richtig zum Leben erwachen und Lust auf das neue Stück machen, berichten die Theatermacher. Dann kam die Corona-Pandemie, und das Stück musste abgesagt werden.

Doch: Das Phoenixtheater kämpft darum, die Aufführungen als Open-Air-Variante im Sommer nachzuholen. „Weil wir unser Publikum nicht so lange warten lassen wollen und weil wir der Meinung sind, dass es auch aus dem kulturellen Bereich mutmachende und lustvolle Nachrichten und Posts braucht, haben wir entschieden, bereits in den kommenden Wochen via Instagram, Facebook und unserem neuen Youtube-Kanal erste Einblicke in die Arbeit in Form von kleinen Filmen zu gewähren“, so die Vereinsleitung. Allerdings wird auch finanzielle Unterstützung gebraucht. Es sei möglich, als Sponsor Geld zu spenden, man könne aber auch Fördermitglied werden.

Auch sein Kooperationsprojekt mit der Pestalozzi-Schule „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo will das Phoenixtheater noch aufführen – derzeit laufe dabei noch alles nach Plan, und die Aufführungen werden voraussichtlich im Juni stattfinden. Bei diesem Projekt ist ein Quereinstieg möglich: Wer Lust auf Theaterspielen hat und zwischen 13 und 19 Jahren alt ist, kann sich bei Theaterpädagogin Jacqueline Frittel melden.

Mit „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley will die Truppe in die Probenphase ihrer nächsten Spielzeit starten. Diese gesellschaftspolitische Tragikomödie soll vom Ü21-Ensemble im September in der Reithalle auf die Bühne gebracht werden. Die ersten Proben ab April werden wohl via Online-Kommunikationsplattform ablaufen. Auch für dieses Projekt gibt es noch freie Plätze für Schauspieler ab 21 Jahren.

Im Juni will sich das Ü14-Ensemble mit dem Klimawandel auseinandersetzen – kreativ und innovativ. Und auch für dieses Projekt werden noch Schauspieler gesucht – ab 14 Jahren. Für alle Projekte gelte übrigens: Keine Angst, Theaterspielen könne jeder.

Hier geht es zur Homepage des Phoenixtheaters.

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Erstellt:
31. März 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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