Tempolimit in Bischweier hat sich bewährt

Bischweier (mak) – Die Gemeinde Bischweier will auf Grundlage eines Lärmaktionsplans flächendeckend Tempo 30 einführen. Im Frühjahr sollen im Gemeinderat weitere Verkehrsthemen aufgearbeitet werden.

Die kerzengerade Strecke am Ortseingang von Muggensturm kommend verleitet zum schnellen Fahren. Foto: Markus Koch

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Die kerzengerade Strecke am Ortseingang von Muggensturm kommend verleitet zum schnellen Fahren. Foto: Markus Koch

Von Markus Koch

Der massive Durchfahrtsverkehr in Bischweier belastet seit vielen Jahren vor allem die Einwohner an den beiden Hauptverkehrsachsen. Mit Beginn der Bauarbeiten für eWayBW wurde vorübergehend Tempo 30 festgelegt, weil der Umleitungsverkehr zeitweise durchs Kirschendorf rollt. Laut Bürgermeister Robert Wein hat sich das Tempolimit bewährt: „Der Gemeinderat und ich wollen Tempo 30 auf der gesamten Länge unserer Ortsdurchfahrten. Wie unsere Nachbarn in Muggensturm“, fordert er.Ein Lärmaktionsplan soll die Grundlage dafür schaffen, um dauerhaft eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen. Anfang Oktober hatte sich der Gemeinderat zuletzt mit dem Thema befasst. „Unser Lärmaktionsplan wird zusammen mit den Verkehrsuntersuchungen zum Baugebiet Winkelfeld erarbeitet. Den Auftrag hat das Ingenieurbüro für Verkehrswesen Koehler & Leutwein GmbH & Co KG, Karlsruhe. Wir stimmen uns im Januar ab, in welchen Sitzungen das Ingenieurbüro vortragen wird“, erläutert der Rathauschef auf Anfrage des Badischen Tagblatts. Er hat die Experten in Karlsruhe zudem beauftragt, sich einzelner Verkehrsthemen im Kirschendorf anzunehmen. In einer Sitzung im April oder Mai soll sich der Gemeinderat schwerpunktmäßig damit befassen, schwebt dem Schultes vor. Ein weiteres Mittel, um die Geschwindigkeit im Ort zu reduzieren, sind Radarfallen. Wein hat auf Anfrage des BT auch die Auswertungen der Blitzer parat: Im Jahr 2019 waren die Fahrzeuge der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung des Landkreises Rastatt an 31 Messtagen und an sieben Messstellen in Bischweier im Einsatz. Die Kontrollpunkte waren schwerpunktmäßig die 50-km/h-Bereiche in der Murgtalstraße und der Oberweierer Straße (K3727). Auf der B462 wurde in den Bereichen gemessen, in denen Tempo 120 erlaubt ist. Von den 12.606 Fahrzeugen, die im Zeitraum von insgesamt 62 Stunden erfasst wurden, waren 895 zu beanstanden, was einer Quote von 7,1 Prozent entspricht. 22 Fahrer erhielten ein Fahrverbot.

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Erstellt:
15. Januar 2021, 14:15 Uhr
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