Telefonische Begleitung in schwieriger Zeit

Rastatt (red) – Dem ambulanten Hospizdienst Rastatt will telefonisch weiterhin Kontakt, Information und Unterstützung für Sterbende und schwerst kranke Menschen und ihre Angehörigen anbieten.

Die Beratung und Unterstützung über die Hotline ist für ihre Nutzer kostenfrei. Symbolfoto: Strobel/dpa

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Die Beratung und Unterstützung über die Hotline ist für ihre Nutzer kostenfrei. Symbolfoto: Strobel/dpa

Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben der Regierung zur Eindämmung des Corona-Virus schränken auch den ambulanten Hospizdienst Rastatt in seiner Begleitung schwerst kranker Menschen und deren Angehöriger stark ein, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir wissen aus der Palliativmedizin, dass Schmerzen jeglicher Art durch das Gefühl von Einsamkeit und Hilflosigkeit verstärkt werden können. Zudem kommen pflegende Angehörige sehr oft an ihre Grenzen und brauchen selbst einen Gesprächspartner“, schreiben die Verantwortlichen. Besonders jetzt, aufgrund der zahlreichen sozialen Einschränkungen, sei es ihnen wichtig, weiterhin – zur Zeit telefonisch – Kontakt, Information und Unterstützung für Sterbende und schwerst kranke Menschen und ihre Angehörigen anzubieten. „Wir möchten ihnen als Betroffene auch in diesen Zeiten vermitteln: Sie sind nicht alleine.“ Die geschulten Begleiterinnen und Begleiter des Hospizdiensts Rastatt arbeiten wie stets ehrenamtlich und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Beratung und Unterstützung ist für die Nutzer kostenfrei. Wer Bedarf hat, wendet sich an Ashley Basse, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Rastatt, unter (0 72 22) 7 75 40. Aktuelle Informationen sind auch auf der Homepage zu finden.

Die derzeitige Einschränkung des öffentlichen Lebens und die damit verbundene Reduzierung der sozialen Kontakte können auch für Trauernde die Situation zusätzlich erschweren. Die Initiative „Lichtstreifen“ steht für persönliche Trauergespräche am Telefon ab sofort verstärkt zur Verfügung. Wer das Angebot nutzen möchte, wendet sich an Evelyn Baumeister vom Caritasverband unter (0 72 22) 7 75 43 oder an André Scholz vom katholischen Dekanat unter (0 72 22) 7 86 69 12.

„Lichtstreifen“ ist eine Initiative des Caritasverbands, des Hospizdiensts und des katholischen Dekanats Rastatt und wird von einem geschulten Team von ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Mitarbeitern getragen. Die Angebote der Initiative „Lichtstreifen“ wie das Trauerfrühstück oder das Trauerseminar sind vorerst auf Mitte April verschoben. Aktuelle Informationen auf der Homepage.

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Erstellt:
2. April 2020, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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