Stadt Kuppenheim hinterfragt Zusammenarbeit mit AK Stolpersteine

Kuppenheim (mak) – Der Arbeitskreis Stolpersteine engagiert sich für das Gedenken an die jüdischen Mitbürger. Nun wurde in einer Arbeitssitzung die Zusammenarbeit mit der Stadt kritisch hinterfragt.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in Kuppenheim. Foto: Frank Vetter

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Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in Kuppenheim. Foto: Frank Vetter

Von Markus Koch

Hat Bürgermeister Karsten Mußler in einem Vier-Augen-Gespräch Druck auf Heinz Wolf, Sprecher des Arbeitskreises Stolpersteine, aufgebaut? Eine vertrauliche E-Mail von Wolf vom 8. Februar an den Kuppenheimer Künstler Paul Sachse (der mittlerweile in Hamburg wohnt) und die dem BT vorliegt, legt dies nahe. Mußler hat jedoch gestern in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Wolf bestritten, dass dieses Gespräch stattgefunden habe. Wolf schrieb in seiner E-Mail am 8. Februar an Sachse Folgendes: „Der BM hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass ohne eine Distanzierung des Arbeitskreises von deinen Äußerungen folgendes Szenario eintreten werde: Der AK legt keinerlei Stolpersteine mehr, Friedhofsbesichtigungen vom AK werden nicht mehr erlaubt, das Kommunalecho steht nicht mehr für Berichte des AK zur Verfügung, weil dieser ja kein Verein ist, Stolpersteinreinigungen und Stadt-Führungen zu ,jüdisches Kuppenheim’ werden nicht mehr erlaubt, dasselbe gilt auch für Gedenkveranstaltungen im öffentlichen (städtischen) Raum.“

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Erstellt:
10. Februar 2021, 22:00 Uhr
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