Sorge um Chancengleichheit

Rastatt (dm) – Nicht jeder Schüler verfügt über die digitale Ausstattung, um beim E-Learning (elektronischen Lernen) zu Hause in Zeiten von Corona die Anforderungen erfüllen zu können. Ist die Chancengleichheit in Gefahr?

Digitale Schule als Belastung: Wer keinen Computer, Drucker oder Scanner hat und nicht an Videokonferenzen teilnehmen kann, gerät womöglich ins Hintertreffen. Foto: Schuh/dpa

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Digitale Schule als Belastung: Wer keinen Computer, Drucker oder Scanner hat und nicht an Videokonferenzen teilnehmen kann, gerät womöglich ins Hintertreffen. Foto: Schuh/dpa

Von Daniel Melcher

Schule im Ausnahmezustand: Seit dem Shutdown im Zuge der Corona-Krise steigt im Prinzip ein gigantisches Experiment. Beinahe flächendeckend hielten von jetzt auf nachher E-Learning oder Homeschooling Einzug, also das Lernen zu Hause bei elektronischer Übermittlung der (Haus-)Aufgaben. Und das in Zeiten, in denen die Digitalisierung der Bildungsstätten noch in den Kinderschuhen steckt, der bundesweite Digitalpakt erst noch seiner Umsetzung harrt.
Lehrer, Eltern und Schüler – alle sind gefordert. Allerdings: Nicht alle verfügen über die gleichen Voraussetzungen. Die Befürchtung: Finanziell Schwache, Deutsche genauso wie Kinder aus Flüchtlingsfamilien, drohen abgehängt zu werden, weil sie daheim die benötigten Gerätschaften nicht besitzen – Laptop, Scanner, Drucker –, zum Teil nicht einmal einen WLAN-Anschluss, um auf die geforderten Systeme zurückzugreifen beziehungsweise den Aufgaben nachzukommen.

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Erstellt:
22. Mai 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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