Schorpp blickt auf Herausforderungen

Durmersheim (hr) – Beim Neujahrs-Bürgertreff im Gemeindezentrum Würmersheim hat Ortsvorsteher Helmut Schorpp auf die Aufgaben in diesem Jahr geblickt. Dabei ging es auch um das Kleinklima.

Anita Rinderle, Schornsteinfeger Martin Glück, Ortsvorsteher Helmut Schorpp, Bäckermeister Roland Hauser und Wolfgang Bader (von links) schneiden die Neujahrsbrezel an. Foto: Riemer

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Anita Rinderle, Schornsteinfeger Martin Glück, Ortsvorsteher Helmut Schorpp, Bäckermeister Roland Hauser und Wolfgang Bader (von links) schneiden die Neujahrsbrezel an. Foto: Riemer

In seiner Rede beim Neujahrs-Bürgertreff in dem neu gestalteten Gemeindezentrum Würmersheim streifte Ortsvorsteher Helmut Schorpp die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und blickte mit dem Brexit, den politischen Entwicklungen in Österreich, den Protesten in Frankreich und den Aktionen „Fridays for Future“ auf ein eher unruhiges Jahr zurück.

Aus seiner Sicht ist es Zeit, dass konkrete Maßnahmen ergriffen werden, damit das Auto mal stehen bleibt. „Im Ort wollen wir durch Umgestaltung öffentlicher Flächen das Kleinklima verbessern. Das steigert nicht nur unsere Lebensqualität, sondern schafft auch Lebensräume und Nischen für Vögel, Insekten und andere Nützlinge“, sagte er. Schorpp gratulierte dem Obst- und Gartenbauverein zum 60-jährigen Bestehen und dankte für die „Würmersheimer Blumenmischung“, die alle Gäste auf ihrem Stuhl fanden.

„Für die sportlich, kulturell, kirchlich und gemeinnützigen Vereine war, auch dank der guten und unbürokratischen Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung, 2019 ein erfolgreiches Jahr“, betonte Wolfgang Bader als Vertreter der Vereine und versicherte: „Wir wollen auch 2020 das unsere für eine lebendige Dorfgemeinschaft beitragen.“ Im Auftrag des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier überreichte Schorpp an Wolfgang Bader die Urkunde zur Verleihung der Sportplakette an den seit über 100 Jahren bestehenden SV Germania, die die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- oder Sportverbände und -vereine in der Bundesrepublik Deutschland darstellt.

Ein lang ersehntes, arbeitsreiches Projekt für die Würmersheimer Vereine wurde 2019 Realität, waren sich Schorpp, der Vertreter der Vereine und die Vertreterin der Kirchengemeinden Anita Rinderle einig. „Mit der Barrierefreiheit, der neuen Küche und der Sanierung der sanitären Anlagen mit dem neuen Behinderten-WC können wir endlich zeitgemäße Standards bieten“, betonte Schorpp.

Und: 2020 müssen weitere Schritte zur Erweiterung des Gewerbegebiets „Rottlichwald“ und „Brünnelsäcker“ unternommen werden. Mit der Erschließung des Neubaugebiets TG IV könne endlich die dringend notwendige bauliche Weiterentwicklung der Gemeinde für Eigenheime und Wohnungen weitergehen. Die Rodungsarbeiten für 33 Bauplätze entlang der Westendstraße sollen jetzt starten.

Außerdem stehen Veränderungen am Friedhof an. Neben der Erweiterung des gärtnerbetreuten Grabfelds und des neuen Felds für Baumbestattungen müsse nahezu die gesamte hitzegeschädigte Grenzbepflanzung erneuert werden. Mit den Planungen für ein neues gemeinsames Feuerwehrgerätehaus stünden sowohl dem Ortschaftsrat als auch dem Gemeinderat nicht nur in finanzieller Hinsicht gewaltige Herausforderungen bevor, blickte Schorpp auf einige Aufgaben für 2020.

Das geringe durchschnittliche Alter der Musikerinnen und Musiker des Musikvereins sei Ausdruck einer vorzüglichen Jugendarbeit. Ein Pfeiler dieses Erfolgs ist das Musiker-Leistungsabzeichen, das Celin Bender in Bronze sowie Pauline Bertsch, Cariline Brandt, Chiara Günther und Levin Yildirin im vergangenen Jahr erfolgreich in Silber abgelegt haben. Mit einem Präsent würdigte Schorpp das 60-jährige Engagement von Peter Dunz, der sich unermüdlich um die musikalische Ausbildung beim Musikverein engagiert.

Schorpp würdigte außerdem die Leistung von Monika Benkert und Simone Feil von der Jungen katholischen Gemeinde, die 2019 den vierten Würmersheimer Wintermarkt organisiert hatten. Erfreut zeigten sich Benkert und Feil, dass von einem Sponsor der Überschuss des Wintermarkts aufgerundet wurde und damit ein neuer Spendenrekord erzielt werden konnte. 250 Euro davon gingen an das DRK Malsch für eine Typisierungsaktion, 200 Euro an eine bedürftige Familie und 1 000 Euro an den Förderverein zur Unterstützung der onkologischen Abteilung des Kinderkrankenhauses Karlsruhe. Fritz Schuler nahm den Scheck über 1 000 Euro entgegen und versicherte, der Betrag werde zur Anschaffung neuer Matratzen für die Elternbetten eingesetzt.

Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrs-Bürgertreff von den Chören „Ton Ab“ und „Freundschaft“ des Gesangvereins Freundschaft Würmersheim sowie dem Musikverein Harmonie Würmersheim. Sternsinger überbrachten die Botschaft von der Geburt Jesu. Der Ortsvorsteher dankte dem Stifter der Neujahrsbrezel, Bäckermeister Roland Hauser, und schnitt, assistiert von der Vertreterin der Kirchengemeinden Anita Rinderle, Schornsteinfeger Martin Glück, Bäckermeister Roland Hauser und dem Vertreter der Vereine Wolfgang Bader die Neujahrsbrezel an. Schorpp dankte allen Mitmenschen, die sich zum Wohle der Allgemeinheit ehrenamtlich engagieren und der katholischen Frauengemeinschaft für die Vorbereitung und die Bewirtung des Neujahrs-Bürgertreffs.

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Erstellt:
7. Januar 2020, 00:00 Uhr
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