Schlosshof gerät wieder unter Strom

Rastatt (ema) – Der Rastatter Schlosshof wird im August zum zweiten Mal Schauplatz des Elektro-Festivals „Cocoon in the Red Residence“.

Nach der Premiere „Cocoon in the Red Residence“ 2019 wollen die Veranstalter aus Kritik am Konzept lernen. Foto: av

© fuv

Nach der Premiere „Cocoon in the Red Residence“ 2019 wollen die Veranstalter aus Kritik am Konzept lernen. Foto: av

Von Egbert Mauderer

Der Rastatter Schlosshof wird in diesem Sommer vor Musik beben wie schon lange nicht mehr. Nachdem im vergangenen Jahr die fast schon traditionellen Residenzschloss-Open-Air flachfielen, sind im Juli und August gleich vier Großveranstaltungen geplant.
Wie berichtet, hat Veranstalter Vaddi Concerts an drei Abenden vom 23. bis zum 25. Juli The Boss Hoss und „Dauerbrenner“ Dieter Thomas Kuhn sowie Alvaro Soler für die barocke Kulisse im Herzen der Stadt gebucht.

Jetzt wurde bekannt: Der Veranstalter Designdance richtet nach der Premiere im vergangenen Jahr erneut das Elektro-Festival „Cocoon in the Red Residence“ aus. 5 000 Besucher werden am 8. August im Schlosshof erwartet. Nachdem im vergangenen Jahr Techno-Ikone Sven Väth die Massen nach Rastatt lockte, steht in diesem Jahr der deutsche DJ Boris Brejcha als Top-Act auf der Bühne, um die Fans anzuheizen. Der 39-Jährige (Markenzeichen: eine Jokermaske) zähle „weltweit zur DJ-Elite“, sagt Adam Cieplak von Designdance.

Reaktion auf Kritik

Am Konzept aus dem vergangenen Jahr mit Tanzfläche im Ehrenhof und Rückzugsort im Residenzgarten wollen die Organisatoren festhalten. Allerdings will man auch auf Kritik reagieren, wie Cieplak verspricht. Die Zahl der Sitzgelegenheiten will man erhöhen; und auch auf mehr schattige Plätze werde geachtet.

Von einem „überwältigenden Feedback“ im vergangenen Jahr spricht Cieplak. Ein solches Tagesfestival vor der Schlosskulisse auszurichten sei „ein Privileg, das wir zu schätzen wissen“, sagt der Organisator, der für das Event Neuerungen bei Dekoration und Spezialeffekten verspricht. Er rechnet damit, dass die maximal 5 000 Karten erneut weggehen. Der Vorverkauf läuft seit wenigen Tagen; bis Mitte dieser Woche waren bereits 1 100 Tickets verkauft.

Für Anwohner will man erneut ein Lärm-Telefon schalten. Im vergangenen Jahr hätten sich einige Bürger gemeldet. Danach, so Cieplak, habe man versucht, beim Schall nachzujustieren.

Zum Artikel

Erstellt:
12. März 2020, 15:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.