Schloss Favorite ersteigert wertvolle Kanne

Rastatt (red) – Den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg ist es gelungen, eine seltene Porzellankanne der Markgrafen in London zu ersteigern. Sie wird in Schloss Favorite ausgestellt.

•Die Meißen-Kanne ist ab dem Frühjahr in Schloss Favorite zu sehen. Foto: Bonhams

© red

•Die Meißen-Kanne ist ab dem Frühjahr in Schloss Favorite zu sehen. Foto: Bonhams

Dr. Petra Pechacek, Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, ersteigerte das kostbare Stück aus frühester europäischer Manufakturproduktion aus dem markgräflichen Besitz. Es war am 3. Dezember in London bei Bonhams zur Auktion gekommen – und geboten wurde digital. Im nächsten Jahr wird die feine Meißen-Kanne in Schloss Favorite zu sehen sein.

Um 1725 entstand die Kaffeekanne, ein graziöses Stück aus der ganz frühen Zeit der berühmten Manufaktur Meißen. Damals war in Europa gerade erst das Porzellan erfunden worden. Markgräfin Sibylla Augusta war unter den ersten, die die Kostbarkeiten aus Sachsen sammelten – und das gelang ihr auch, weil sie gute Beziehungen zum sächsischen Herrscher August dem Starken hatte, informieren die Staatlichen Schlösser und Gärten. In Rastatts Schlössern haben sich viele Stücke aus den Sammlungen der Fürstin erhalten.

Bei erster Versteigerung fehlte das Geld

Die Kaffeekanne hat eine lupenreine „Provenienz“, wie der Begriff im Kunsthandel und in den Museen lautet. 1995 war sie in der großen Auktion der Markgrafen von Baden im Angebot. Damals hatten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mit ihrem beschränkten Ankaufsetat eine Auswahl treffen müssen, welche von den vielen Stücken, die zur Ausstattung der badischen Schlösser in direkter Beziehung standen, erworben werden konnten. 1995 musste daher die Entscheidung gegen die Meißen-Kanne fallen. Nun tauchte das Stück, die letzten 25 Jahre in einer Privatsammlung aufbewahrt, wieder im Auktionshandel auf, in hervorragendem Zustand. Für Petra Pechacek, als Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg für die Rastatter Schlösser zuständig, war klar, dass sie diese Chance ergreifen musste.

Das Besondere an der Kanne sind auch die Malereien. Sie stammen von einem der berühmtesten Maler der Porzellankunst: von Johann Gregorius Höroldt.

Den kompletten Bericht können Sie in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts und im E-Paper lesen.

Zum Artikel

Erstellt:
10. Dezember 2020, 08:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.