Rot-Weiß Elchesheim: Heimspiele im Murgtal?

Elchesheim-Illingen (rap) – Auf den letzten Drücker hat der RW Elchesheim eine alternative Spielstätte gefunden: in Staufenberg. Allerdings setzt man im Sportplatzstreit auf einen Sieg vor Gericht.

In den Augen des Verbands unbespielbar: Die Spielstätten in Illingen, hier der Hartplatz. Foto: Vito Voncina

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In den Augen des Verbands unbespielbar: Die Spielstätten in Illingen, hier der Hartplatz. Foto: Vito Voncina

Von BT-Redakteur Christian Rapp

Am Samstag um 15 Uhr war dann auch das nächste Kapitel im leidigen Sportplatzstreit zwischen der Gemeinde und dem Fußball-Landesligisten Rot-Weiß Elchesheim geschrieben. Denn bis dato musste der Verein auf Drängen des Südbadischen Fußballverbands (SBFV) eine Spielstätte für die kommende Saison 2021/22 nachweisen, ansonsten hätte es für RWE dramatische sportliche Folgen gehabt. Also präsentierte der Landesligist seine Spielstätte für die Partien im südbadischen Pokal und für die Saison: der Sportplatz des SV Staufenberg.
Dies erfuhr das Badische Tagblatt am Rande des Fußball-Bezirkstags im Gaggenauer Traischbachstadion. Bestreitet RWE also tatsächlich seine Heimspiele im Murgtal? Nicht, wenn es nach Raimund Schmalbach geht. „Wir setzen weiterhin alles auf die Gerichtsverhandlung am 21. Juli“, sagte der sportliche Leiter am Sonntag auf BT-Nachfrage. Bei der mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Rastatt geht es um das Nutzungsrecht für den Sportplatz an der Waldstraße, der bisherigen sportlichen Heimstätte des Landesligisten „Wir waren aber gezwungen, uns einen Plan B zu überlegen, damit die Teilnahme am Spielbetrieb auf jeden Fall gesichert ist“, führte Schmalbach weiter aus. Denn wie SBFV-Vizepräsident Christian Dusch, der für den Spielbetrieb zuständig ist, erklärte, müsse jeder Verein vor der Runde eine Spielstätte festlegen, um für den Spielbetrieb zugelassen zu werden. „Normalerweise wäre die Frist bereits am 15. Juni geendet, doch der Verband hat sie kulanterweise bis zum Bezirkstag verlängert.“ Wie brisant das Thema ist, zeigt allein die Tatsache, dass Dusch und der stellvertretende SBFV-Geschäftsführer Thorsten Kratzner am Freitag vor Ort weilten, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Denn hätte RWE bis Samstag keine Spielstätte vorweisen können, wäre der Verband gezwungen gewesen, den Verein von allen Wettbewerben auszuschließen. Das freilich hätte dramatische Konsequenzen nach sich gezogen: Rot-Weiß hätte dann in der Saison 2022/23 wieder in der Kreisliga B starten müssen.

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