Rauentaler Bürger lüftet geheime Kommandosache

Rastatt (ema) – Die Tagesordnungen der Ortschaftsräte sind üppiger geworden. Ein Rauentaler Bürger hat dafür gesorgt, dass öffentlich behandelt wird, was früher hinter verschlossener Tür geschah.

Neue Transparenz in den Dörfern: Auch im Rauentaler Rathaus nimmt die Tagesordnung öffentlicher Sitzungen mittlerweile ungewohnte Ausmaße an. Foto: Frank Vetter

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Neue Transparenz in den Dörfern: Auch im Rauentaler Rathaus nimmt die Tagesordnung öffentlicher Sitzungen mittlerweile ungewohnte Ausmaße an. Foto: Frank Vetter

Von BT-Redakteur Egbert Mauderer

Diesen Happen ließen sich die Rauentaler Fastnachter am Schmutzigen Donnerstag nicht entgehen. Das Narrengericht verurteilte Ortsvorsteher Thorsten Ackermann wegen „jahrzehntelanger Geheimpolitik“ des Ortschaftsrats. Damit kassierte Ackermann Watschen, die streng genommen auch die anderen vier Rastatter Ortsvorsteher verdient hätten. Die ihnen zur Last zu legende Sünde, im Ortschaftsrat hinter verschlossener Tür über Themen zu beschließen, die eigentlich ans Licht der Öffentlichkeit gehören, scheint aber mittlerweile der Vergangenheit anzugehören – eine Entwicklung, die ein Rauentaler Bürger angestoßen hat.
Die zuletzt versandten Tagesordnungen der Ortschaftsratssitzungen weisen einen ungewohnten Umfang auf. Das Gremium in Wintersdorf etwa hatte es unlängst im öffentlichen Teil mit neun Tagesordnungspunkten zu tun. Das war in der Vergangenheit fast undenkbar – denn gerade die beherrschenden Bauanträge wurden in den Dörfern unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt.

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