Schutz vor Coronavirus aus Rastatt

Rastatt (dm) – Bei der Firma Dach Schutzbekleidung in der Rotackerstraße steht das Telefon nicht mehr still. Das Thema Coronavirus „brennt“. Das Unternehmen erhält derzeit international Anfragen.

2018 hat die Firma ihren neuen Sitz im Rastatter Gewerbegebiet Rotacker eingeweiht. Mehr als 20 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.  Foto: Mauderer/Archiv

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2018 hat die Firma ihren neuen Sitz im Rastatter Gewerbegebiet Rotacker eingeweiht. Mehr als 20 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Foto: Mauderer/Archiv

Von Daniel Melcher

Bei der Firma Dach Schutzbekleidung in der Rotackerstraße steht das Telefon nicht mehr still. Wenn Krisen wie Ebola oder Vogelgrippe grassieren, ist das Unternehmen, das unter anderem Schutzanzüge, medizinische Atemschutzmasken, Kopfbedeckungen, Handschuhe und Überschuhe herstellt, weltweit gefragt. Jetzt „brennt“ das Thema Coronavirus, wie man am Firmensitz bestätigt.

Im Prinzip „rund um die Uhr“ seien die Dach-Mitarbeiter, vor allem diejenigen im Vertrieb, gerade damit beschäftigt. International, nicht nur aus China; kommen derzeit Anfragen herein, berichtet Marketingleiter Mischa Henke im BT-Gespräch.

Während China, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, inzwischen mehr als 43 Millionen Menschen in der schwer betroffenen Provinz Hubei abgeschottet hat, wurde das Virus vereinzelt schon bei Patienten in anderen Ländern wie Thailand, Japan, den USA, Vietnam; Südkorea und nun auch in Europa nachgewiesen. Eingeschleppte Einzelfälle der neuen Lungenkrankheit sind deutschen Infektionsspezialisten zufolge auch hierzulande „wahrscheinlich“. Auch wenn es laut der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie keinen Grund zur Besorgnis gebe, bereiten sich Kliniken aktuell vor, um im Fall eines Falles schnell reagieren zu können. Das Robert-Koch-Institut hat entsprechende Empfehlungen ausgegeben.

Lieferung ins In- und Ausland

Aufgrund der steigenden Nachfrage zum Schutz vor dem Virus habe die Dach GmbH „schnell reagiert und für die Anwender Schutzsets zur Infektionsprävention gefertigt“, teilt das Unternehmen mit. Ausgeliefert werden sie ins In- und Ausland, auch dank Partnernetzwerken. Dach hatte bereits 2014 – damals noch in Bietigheim ansässig – bei der Ebola-Krise wichtige Organisationen mit Schutzanzügen ausgerüstet, unter anderem Unicef, Rettungsdienste, Kliniken und die Bundeswehr (das BT berichtete).

2018 weihte das Unternehmen seinen neuen Sitz im Rastatter Gewerbegebiet Rotacker ein. Die Firma hat expandiert, zählt eigenen Angaben zufolge im Bereich Einwegschutzkleidung in Deutschland zu den führenden Unternehmen mit weltweitem Export. Die Gründerin und Geschäftsführerin Ming Gutsche will auch weiter in den Standort Rastatt investieren, wie sie jüngst bei einem Besuch des örtlichen CDU-Stadtverbands sagte.

Verschiedene Unwägbarkeiten, wie die PFC-Belastung der Böden, erschwerten indes eine langfristige Planung. Trotzdem sehe sie positiv in die Zukunft. Mit innovativen Produkten habe man eine spannende und wachsende Nische besetzt. CDU-Vorsitzende Brigitta Lenhard versprach Gutsche Unterstützung bei kommunalen Anliegen.

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Erstellt:
27. Januar 2020, 00:00 Uhr
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