Rastatt spendiert Bäume für Privatgärten

Von Daniel Melcher

Rastatt (dm) - Die Stadt Rastatt will 1.000 Bäume für private Gärten im Stadtgebiet verschenken. Damit teiligt sich die Barockstadt an der Klimaaktion „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“.

Rastatt spendiert Bäume für Privatgärten

Bäume verbessern das Stadtklima - darum will die Kommune jetzt 1.000 Stück verschenken. Foto: Gregor Fischer/dpa

Anfang des Jahres hatte Stadtrat Herbert Köllner von den Freien Wählern eine Beteiligung an der Aktion angeregt, und das Klimabündnis Rastatt bot seine Unterstützung bei der Organisation der Baumpflanzungen an.

Jetzt steht fest: Für eine „zügige und effektive Umsetzung“ will die Verwaltung nach dem Konstanzer Vorbild vorgehen. Dort stellt die Stadt über zwei Jahre insgesamt 50.000 Euro in den Haushalt dafür ein, und die Konstanzer können über ein Online-Bestellformular einen aus 20 angebotenen Arten beantragen. Die Bäume werden dann an festen Tagen per Lastenfahrrad ausgeliefert oder können an vereinbarten Punkten abgeholt werden. Zwingend erforderlich sei dabei, dass die Bäume dann in einem Areal innerhalb des Stadtgebiets gepflanzt werden.

Die Pflanzung der zusätzlichen Bäume sei als ein effektiver Beitrag zur CO2-Speicherung zu sehen, so die Stadt Rastatt; dabei können die Bürger einen bewussten Beitrag zum Klimaschutz und zur Klima-Anpassung leisten. Die Pflanzung in den privaten Gärten soll möglichst bereits im Herbst 2020 erfolgen können.

Darüber hinaus arbeite die Stadtverwaltung an Konzept und Standards für weitere Baumpflanzungen zur Begrünung der Straßenräume mit „klimaeffektiven großkronigen Bäumen“, um zusätzlichen Schatten und zusätzliche Kühlung zu schaffen.

Vorrangig soll dies in Straßenzügen mit Bebauungen aus den 50er- bis 70er-Jahren, etwa im Biblis oder in Rheinau-West, erfolgen. Dort seien entsprechende Begrünungen bislang nur unzureichend vorzufinden. Des Weiteren fehle es an „Durchgrünung“ in den Gewerbegebieten, die sich im Sommer durch die Versiegelung stärker aufheizen.