Rastatt setzt stärker auf Nahwärme

Rastatt (ema) – In Rastatt soll die Versorgung mit Nahwärme ausgebaut werden. Dazu wollen die Stadtwerke ein Förderprogramm nutzen. Im Blick sind Schulen, Behörden und das Barockschloss.

Foto: Egbert Mauderer/BT

© ema

Foto: Egbert Mauderer/BT

Von Egbert Mauderer

Die Stadtwerke Rastatt wollen die Versorgung mit Nahwärme in der Barockstadt weiter ausbauen. Hebel soll dabei ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sein. Der Gemeinderat soll an diesem Montag (Beginn: 17.30 Uhr) eine entsprechende Antragstellung befürworten.

Für die Aufnahme in das Förderprogramm muss ein Quartierskonzept erstellt werden. Die Stadtwerke haben dafür die Stadtmitte ins Visier genommen. Mit der Nahwärme sollen das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, das Residenzschloss, die Pestalozzi-Schule sowie die künftige Landkreis-Außenstelle in der Lyzeumstraße 23 versorgt werden. Das Land und der Landkreis haben laut Verwaltung Interesse signalisiert.

Der Zuschuss für das Sanierungsmanagement liegt bei 65 Prozent. Im Zuge des Projekts sollen auch private Gebäudeeigentümer im Quartier einbezogen werden. Die Stadt verspricht sich von dem Projekt eine weitere Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen. Durch die zentrale Wärmeversorgung bestünde die Möglichkeit, den aus Altersgründen bestehenden Sanierungsbedarf an den Heizungsanlagen weitgehend zu kompensieren.

Erste Erfahrungen mit dem KfW-Sanierungsprogramm liegen in Rastatt bereits vor – und zwar durch die Baugenossenschaft Gartenstadt bei den Quartieren Murg-Carrée und Augustastraße/Friedrichring.

Die Stadtwerke Rastatt setzen seit einigen Jahren verstärkt auf die Nahwärmeversorgung. Erste Schritte war das Unternehmen bereits in den 90er-Jahren gegangen, als man im Hallenfreibad Alohra ein Blockheizkraftwerk in Betrieb nahm und Häuser in der Umgehung versorgte. Gesetzesänderungen wie das Erneuerbare-Wärme-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz haben die Wärmeversorgung zunehmend attraktiver erscheinen lassen. Das Leitungsnetz ist mittlerweile auf mehr als 16 Kilometer gewachsen.

Zum Artikel

Erstellt:
7. Februar 2020, 09:34 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.