Rastatt baut Wärmeversorgung in Innenstadt aus

Rastatt (ema) – Die Stadt Rastatt will die Versorgung mit Nahwärme ausweiten. Diese soll auf das Zentrum ausgedehnt werden. Die Folge: Es wird wohl wieder einige größere Baustellen in der Innenstadt geben.

Die Stadtwerke wollen die Nahwärme auch in die Innenstadt bringen.Foto: Egbert Mauderer/BT

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Die Stadtwerke wollen die Nahwärme auch in die Innenstadt bringen.Foto: Egbert Mauderer/BT

In der Rastatter Innenstadt muss man sich in einigen Jahren erneut auf größere Baustellen einrichten. Diesmal wird es die Wärmeversorgung sein, für die in den Straßen Leitungen gelegt werden. Der Gemeinderat hat sich einstimmig darauf verständigt, dass die Stadtwerke die Versorgung mit Nahwärme auf das Zentrum ausdehnen.

Wie berichtet, will sich die Stadt dabei eines Förderprogramms der KfW für ein Sanierungsprogramm im Stadtquartier Innenstadt bedienen. In einer ersten Stufe mit einer 830 Meter langen Leitung könnten folgende Gebäude versorgt werden: Schloss, Pestalozzi-Schule, Kulturzentrum, Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, Lyzeumstraße 23.

Wolfgang Schuler von der betreuenden IBS Ingenieurgesellschaft sagte am Ratstisch, dass man in drei bis fünf Jahren mit dem Bau beginnen könne. Neben den Ankernutzern von Stadt, Land und Landkreis setzt man dabei auch auf private Wohneigentümer, die ohnehin ihre Heizungsanlagen sanieren müssten.

Hoffnung auf zusätzliche Anschlüsse bei privaten Hausbesitzern

Schuler räumte allerdings ein, dass beim derzeitigen Ölpreis die Wärmeversorgung im Vergleich wirtschaftlich nur „schwer bestehen“ könne. Rentabel für das Unternehmen werde das Konzept erst durch zusätzliche Anschlüsse von Hausbesitzern.

Für die Stadtwerke selbst könnte sich die Investition nach zehn Jahren amortisiert haben. Für Energietechnik/Heizzentrale müsse man mit Ausgaben von zwei Millionen Euro rechnen; das Wärmenetz kostet 1,1 Millionen. Abzüglich von Fördergeldern und Beiträgen für die Anschlüsse an den Gebäuden müssten die Stadtwerke rund 2,3 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Das Konzept sieht vor, dass die Heizzentrale mit einem Blockheizkraftwerk im Öltankraum sowie in einem Heizraum des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums untergebracht wird. Wärmespeicher seien in diversen Kellern vorgesehen.

OB Hans Jürgen Pütsch sagte, dass beim Verlegen des Wärmenetzes darauf geachtet werde, dass ohnehin anstehende Leitungsarbeiten gleich miterledigt werden.

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Erstellt:
17. Februar 2020, 10:54 Uhr
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