„Rasselbande“ kann bis 2028 bleiben

Von Daniel Melcher

Rastatt (dm) – Die Kindertagesstätte „Rasselbande“ erhält Planungssicherheit: Die Stadt Rastatt verlängert den Vertrag nun doch um weitere fünf Jahre. Der Außenbereich soll saniert werden.

„Rasselbande“ kann bis 2028 bleiben

Die Stadt engagiert sich nun doch beim Betrieb der „Rasselbande“ weiter. Friso Gentsch/dpa

Die Vereinbarung mit dem Internationalen Bund (IB) über Betrieb und Förderung der Kindertagesstätte läuft nun bis Ende August 2028. Der Gemeinderat hat zugestimmt. Die Einrichtung umfasst zwei altersgemischte Gruppen mit insgesamt 42 Plätzen. Als sie 2014 als betriebliche Kita der Firma Siemens gestartet war, wurde der Vertrag mit dem IB unbefristet geschlossen. Dann aber zog sich Siemens aus der Inanspruchnahme der Plätze und der Mitfinanzierung zurück, und die Stadt befristete den Vertrag bis 2023. Gründe: Die Räume an der Ecke Rheintor-/Herrenstraße seien relativ klein, die Außenfläche „viel zu gering“ – ohne die Möglichkeit einer Erweiterung. Die Kita nutzt die Grünflächen des Martha-Jäger-Hauses, um den Kindern eine angemessene Spielfläche zu bieten.

Stadt ändert den Kurs

Jetzt schwenkt die Stadt um: Laut Bedarfsplan für die Kinderbetreuung in Rastatt fehlen in den kommenden beiden Jahren mehr als 200 Plätze, die auch mittelfristig nicht geschaffen und trotz geplanter Neu- und Erweiterungsbauten auch weiterhin nicht umfassend gedeckt werden könne. Denn: Die Geburtenzahlen steigen, der Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kita ab dem ersten Lebensjahr wird zunehmend in Anspruch genommen, sowie der Einschulungsstichtag verlegt.

Sanierung des Außenbereichs wird nötig

Das heißt: Durch den Weiterbetrieb der „Rasselbande“ können zumindest 42 „dringend benötigte Plätze“ erhalten bleiben, so die Verwaltung. Der IB, der um die Vertragsverlängerung gebeten hatte, wird für den Betrieb mit jährlich rund 270.000 Euro von der Stadt bezuschusst.

Allerdings sei es nun auch erforderlich, den Außenbereich der Kita zu sanieren und attraktiver zu gestalten. Dabei sollen dann auch neue Spielgeräte beschafft werden. Mit der durch die Vertragsverlängerung vorliegenden Planungssicherheit könne der IB entsprechend investieren. Auch hierfür gibt es dann einen Zuschuss von der Stadt; dieser beträgt maximal 70 Prozent.