Offene Fragen rund um Tunnel-Weiterbau

Rastatt (sj) – Die abermalige Ankündigung der Deutschen Bahn, dass die Tunnelvortriebsarbeiten verschoben werden, sorgt in Niederbühl für Ärger.

Warum werden die Arbeiten erneut verschoben? Im Bild: Einer von Hunderten Tachymetern zur Ermittlung geringster Veränderungen im Untergrund des Gleisbetts in Niederbühl.Foto: Stefan Jehle

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Warum werden die Arbeiten erneut verschoben? Im Bild: Einer von Hunderten Tachymetern zur Ermittlung geringster Veränderungen im Untergrund des Gleisbetts in Niederbühl.Foto: Stefan Jehle

Von Stefan Jehle

Es herrscht immer mal wieder geschäftiges Treiben an der Havariestelle des Rastatter Bahntunnels im Stadtteil Niederbühl. Alle paar Minuten fährt ein Zug über das Gleis, das auf ein rund ein Meter dickes Betonbett aufgesetzt ist. Eigentlich sollte es noch im November weitergehen mit den Tunnelvortriebsarbeiten – für gerade mal etwa 200 verbleibende Meter. Doch die Arbeiten wurden kurzfristig wieder abgesagt (wir berichteten). Vor Ort mehrt sich die Kritik über das Vorgehen und die Informationspolitik der Bahn.
Am vergangenen Donnerstag, spätabends gegen 22.30 Uhr, trudelte auf den Mail-Servern von Niederbühler Anwohnern ein PDF-Flyer ein. „Am Tunnel Rastatt gibt es Herausforderungen wie Sand am Meer“, stand dort – reichlich flapsig – als Überschrift. Erhalten hatten das Schriftstück all jene, die sich zuvor bei der Bahn hatten registrieren lassen. Der Text umfasst sechs Sätze und wenig mehr als 100 Worte. Die Auswertung der Analysen und Bodenuntersuchungen dauerten noch an, heißt es, weshalb sich der Start des weiteren Vortriebs verzögere. „Wir prüfen derzeit den weiteren Zeitplan. Für die Verzögerung und die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir ausdrücklich um Entschuldigung“, steht da zu lesen. Viele Anlieger zeigen sich zusehends verärgert. „Mehr als dem beigefügten Flyer zu entnehmen ist, ist auch mir nicht bekannt“, sagt Klaus Föry, der Ortsvorsteher von Niederbühl, und äußert sein Unverständnis. Auch im Rathaus von Rastatt zeigt man sich erstaunt

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Erstellt:
30. November 2020, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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