Neue Dynamik in den Auen

Rastatt (ema) – Die Rastatter Rheinauen sollen vor dem Austrocknen bewahrt werden. Das Auen-Institut des KIT erstellt derzeit dazu eine Machbarkeitsstudie.

Der Bärensee bei Plittersdorf. Foto: Archiv

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Der Bärensee bei Plittersdorf. Foto: Archiv

Von Egbert Mauderer

Mit seinem Projekt „Redynamisierung der Rastatter Rheinaue“ stößt das Auen-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf Wohlwollen im Gemeinderat. Doch der Erfolg ist weiter mit Fragezeichen versehen, wie Projektleiter Christian Damm im Gemeinderat erläuterte. Der Hauptwiderstand wird weiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) gesehen. Der Behörde sei daran gelegen, die „Leichtigkeit der Schifffahrt“ auf dem Rhein zu sichern und wolle am liebsten den jetzigen Zustand belassen, sagte Damm in einer Zwischenbilanz.

Vor zweieinhalb Jahren hatte der Gemeinderat signalisiert, das Rastatter Auen-Institut bei einer Machbarkeitsstudie zu unterstützen. Anlass ist die zunehmende Auflandung der Aue durch Schlamm. Der „badische Dschungel“, wie das Naturschutzgebiet gerne genannt wird, wird seltener überflutet. Es droht eine Austrocknung der Aue.

Politischer Dialog

Die Forscher wollen deshalb die Trennung von Rhein und Aue auflösen. Der KIT-Vertreter rief dazu auf, den politischen Dialog mit dem WSA zu suchen, um die Restriktionen zu beseitigen. Die Finanzierung des Projekts sei „kein Problem“, erklärte Damm. Man könne auf eine große Unterstützung zählen.


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