Seltene Stücke für Sammler

Rastatt (sb) – Hier entdecken Sammler manch seltenes Stück, das es schon lange nicht mehr zu kaufen gibt: Der Rastatter Spielzeugmarkt in Rauental ist auch in der 25. Auflage ein Besuchermagnet.

Über einen guten Zuspruch freuen sich die Organisatoren des Rastatter Spielzeugmarkts in der Oberwaldhalle in Rauental, der zum 25. Mal stattfand.  Foto: Friedrich

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Über einen guten Zuspruch freuen sich die Organisatoren des Rastatter Spielzeugmarkts in der Oberwaldhalle in Rauental, der zum 25. Mal stattfand. Foto: Friedrich

Jubiläum für den Rastatter Spielzeugmarkt in der Oberwaldhalle in Rauental: Bereits zum 25. Mal wurde der weit über die Region bekannte und beliebte Markt am Samstag veranstaltet. Auch in diesem Jahr waren die rund 90 Tische mit 40 Ausstellern lange im Voraus ausgebucht. „Die Nachfrage ist wieder deutlich größer gewesen als das Platzangebot“, berichtet der Vorsitzende es Modellautoclubs Mittelbaden, Rolf Dieter Rothenbusch.

Dabei ist das Angebot breit gefächert. Neben Modellautos, Eisenbahnschienen, -waggons und -loks gibt es auch das passende Zubehör für die heimische Modelleisenbahn, wie Häuser oder Holz, Eisen und andere Baustoffe im Miniaturformat zum Beladen der Güterwagons. Dazu finden sich vereinzelt Puppen und Rennbahnen. Für viele Besucher steht nicht nur der Kauf, sondern vor allem der Austausch mit Gleichgesinnten im Mittelpunkt. „Fachsimpeln gehört hier ebenso dazu wie ein bisschen feilschen“, meint Rolf Dieter Rothenbusch lachend und freut sich kurz nach der Eröffnung des Rastatter Spielzeugmarkts über zahlreiche Besucher und eine entspannte Atmosphäre. An den Ständen sind bald glückliche Gesichter auszumachen. Denn hier entdecken Sammler manch seltenes Stück, das es schon lange nicht mehr im Handel zu kaufen gibt. „Viele ältere Modelle gibt es nur auf solchen Börsen“, weiß Stefan Volz aus Ludwigsburg. Er verkauft Modellautos im Maßstab 1:87 aus einer Sammlungsauflösung. „Viele habe ich nun doppelt“, berichtet er. Zwischen vier und 50 Euro sollen die guten Stücke kosten. Dabei sind auch einige Unimog-Sondermodelle, für die es in der Region einige Sammler gibt.

Regionale Raritäten

Regionale Raritäten finden sich auch bei Markus Bühler. Er bietet Miniatur-Lkws von Speditionen aus der Region mit Sonderaufdrucken an. Unter anderem steht da ein Fahrzeug der Spedition Schnell aus Achern mit einer Sonderwerbung für die Papierfabrik Lenk aus Kappelrodeck zum Verkauf. Die Spedition gibt es längst nicht mehr. „Zudem war die Auflage auf 333 Stück limitiert“, berichtet Bühler.

Günstiger kommen die Besucher weg, die nach Standardmodellen suchen. Diese gibt es bereits ab einem Euro. Sie eignen sich vor allem für Einsteige oder für erfahrene Sammler, die Kinder und Enkel für ihr Hobby begeistern wollen. Nebenan streckt ein Eisenbahnfan einem Verkäufer gerade die Weiche seiner Modelleisenbahn entgegen. Die funktioniert nicht mehr so, wie sie soll. Das fachmännische Auge schaut kurz darauf, nickt und gibt dann gleich den ein oder anderen Tipp, wie das gute Stück wieder voll funktionsfähig wird.

Besucher fahren bis zu 200 Kilometer weit

Für viele Sammler sind Spielzeugmärkte neben dem Internet mittlerweile die einzige Möglichkeit, ihre Sammlungen zu ergänzen. „Hier kann man die Ware vor dem Kauf anschauen: Im Internet wird leider auch viel Gefälschtes angeboten“, weiß Rothenbusch. Aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern kommen die Besucher und Aussteller an diesem Tag nach Rauental. Der Weg hat sich für viele gelohnt: „Ich habe eine Lok gefunden, die es in dieser Ausführung nur noch selten gibt und die ich schon lange gesucht habe“, freut sich Björn Marschner aus Darmstadt. Rothenbusch freut sich derweil, dass der vom Modellautoclub Mittelbaden veranstaltete Spielzeugmarkt bei Experten einen sehr guten Ruf genießt. So auch bei Holger Lemcke. Der Hobbysammler hat weit mehr als 500 Objekte. Trotzdem findet er auch an diesem Samstag das ein oder andere Stück, mit dem die eigene Sammlung noch erweitert werden kann: „Wenn man ein besonders schönes Objekt sieht, dann ist das Sammlerherz oft mächtiger als der gesunde Menschenverstand“, meint er.

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Erstellt:
27. Januar 2020, 00:00 Uhr
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