Missbrauch: Eltern platzt der Kragen

Rastatt (ema) – Eltern im Wintersdorfer Missbrauchsfall hadern mit der Justiz. Sie wehren sich dagegen, dass ihre Kinder als unglaubwürdig dargestellt werden.

Die Justiz in Baden-Baden stößt mit ihrem Vorgehen im Wintersdorfer Missbrauchsfall auf Unverständnis bei betroffenen Eltern. Foto: av

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Die Justiz in Baden-Baden stößt mit ihrem Vorgehen im Wintersdorfer Missbrauchsfall auf Unverständnis bei betroffenen Eltern. Foto: av

Von Egbert Mauderer

Der Unmut unter Eltern, deren Kinder mutmaßlich Opfer eines 50-jährigen früheren Erziehers im katholischen Kindergarten Wintersdorf wurden, wächst. Mehrere Mütter haben auf die BT-Berichterstattung am Samstag reagiert. Sie widersprechen der Aussage der Staatsanwaltschaft, wonach Eltern bei den richterlichen Vernehmungen hätten anwesend sein dürfen.
„Wir durften nicht mit rein“, bekräftigt eine Mutter im BT-Gespräch. Sowohl die Richterin als auch die psychiatrische Sachverständige hätten zu verstehen gegeben, dass Eltern bei der Anhörung nicht anwesend sein dürften. „Wir haben das dann so hingenommen“, erklärt eine Mutter. Sie selbst sei noch mal kurz ins Vernehmungszimmer gegangen, um ihre aufgewühlte fünfjährige Tochter zu beruhigen. „Dann mussten wir vor der Tür sitzen und warten.“ Kritik wird laut, weil die Eltern nicht über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt worden seien. Allerdings waren die Familien von einem eigenen Rechtsbeistand begleitet worden.

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