Land baut Radnetz weiter aus

Rastatt (red) –Der Wahlkreis Rastatt profitiere von dem Förderprogramm für kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur, das jetzt vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg vorgestellt wurde.

Im Zuge des Kreiselbaus auf der Förcher Kreuzung ist die Radwegesituation verbessert worden.  Foto: Gangl

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Im Zuge des Kreiselbaus auf der Förcher Kreuzung ist die Radwegesituation verbessert worden. Foto: Gangl

„Der Ausbau des Radnetzes geht voran. Baden-Württemberg gilt mittlerweile als Vorbild bei der Radverkehrsförderung“, freuen sich die Landtagsabgeordneten Thomas Hentschel (Grüne) und Dr. Alexander Becker (CDU).

Folgende Projekte sind laut Pressemitteilung zur Förderung vorgesehen:

Die Rad- und barrierefreien Gehwege „An der Ludwigfeste“ und am Knoten „Karlsruher Tor“ sowie der Fahrradschutzstreifen Oberwaldstraße in Rastatt.

Der Gehweg Dr. Isidor-Meyerhoff-Straße (ehemals Bruchgrabenstraße) in Gaggenau. Beim Landratsamt Rastatt angesiedelte Projekte, die im Wahlkreis Rastatt liegen:

Der Radweg an der K 3718, zwischen der B 36-neu und B 3 (bereits fertig).

K 3711, Radweglückenschluss zwischen Förch und L 67 (s. Foto).

K 3737, Anbau eines Radwegs zwischen B 36 neu und Ortsdurchfahrt Bietigheim (im Programm für 2020 vorgesehen).

„Mit dem Neu- und Ausbau dieser Radwege verbessert sich die Infrastruktur hier in der Region deutlich“, betonen die Abgeordneten. „Radfahren ist Klimaschutz. Wenn wir wollen, dass die Menschen mehr radeln, brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege. Die Radverkehrsförderung spielt eine entscheidende Rolle für die Verkehrswende. Baden-Württemberg möchte Wegbereiter einer nachhaltigen Mobilität werden. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Wir wollen, dass auch der Weg zum Arbeitsplatz immer häufiger mit dem Rad zurückgelegt wird. Pendeln mit dem Rad soll schnell und sicher sein“, so Hentschel.

Gerade in dieser schwierigen Phase stelle das Landesprogramm zur Radverkehrsinfrastrukturförderung gleichzeitig auch ein wichtiges Konjunkturprogramm dar. „Es bietet viele Chancen, insbesondere auch für die mittelständische regionale Bauwirtschaft. Dabei sind Radverkehrsmaßnahmen längst nicht mehr nur Kleinmaßnahmen. Bei mehr als 90 Vorhaben im ganzen Land handelt es sich um Infrastrukturinvestitionen in Millionenhöhe“, betont Becker.

Insgesamt habe das Land Baden-Württemberg in das Förderprogramm für den Bereich Rad- und Fußverkehr nun Bauvorhaben mit einer Förderhöhe von etwa 58 Millionen Euro neu aufgenommen. Dies sei eine Verdreifachung innerhalb von zwei Jahren. 2019 betrug die Förderung 30 Millionen Euro, 2018 waren es noch 18 Millionen Euro. Im neuen Programm liegt der Schwerpunkt der Förderung bei neuen Radwegen, Schutz- und Radfahrstreifen sowie Fahrradabstellanlagen.

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Erstellt:
24. April 2020, 17:00 Uhr
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