Längster Einsatz in der Geschichte

Rastatt (red) – Wegen der Corona-Pandemie unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) Rastatt die Bundespolizei, die an den Grenzübergängen Iffezheim und Wintersdorf kontrolliert, mit technischem Gerät. Es ist mit mehr als vier Wochen Dauer in der 66-jährigen Geschichte des Ortsverbandes der längste Einsatz, teilt der Ortsbeauftragte Thorsten Dossow mit.

Das THW Rastatt unterstützt die Bundespolizei seit mehr als vier Wochen bei den Grenzkontrollen. Foto: THW

© red

Das THW Rastatt unterstützt die Bundespolizei seit mehr als vier Wochen bei den Grenzkontrollen. Foto: THW

Davor war der längste Einsatz gerade mal zwei Wochen und drei Tage bei der Maul- und Klauenseuche Anfang des Jahrtausends. Auch dieses Mal arbeite das THW im Rahmen der Amtshilfe innerhalb des Bundesinnenministeriums, dem beide Organisationen unterstehen, eng zusammen.

Insgesamt werden am Tag rund 200 Liter Diesel in den sieben Aggregaten verbraucht, um die Kontrollstelle zu betreiben, heißt es in der THW-Mitteilung weiter. Diese kommen aus einer mobilen Tankstelle, die das THW genau für solche Aufgaben hat.

Dabei wurden 1250 Meter Kabel verlegt, um für Laptops, Drucker und auch einen Server ständig Strom zu liefern. Nachts sorgen 42000 Watt für eine helle Einsatzstelle und ein 1000-Liter-Tank mit Wasser dafür, dass alle sich gut die Hände waschen können.

Auch die Verpflegung mit Heißgetränken übernimmt das THW. Dazu erhält der Ortsverband Unterstützung durch die Kollegen vom THW Bühl, die bei sich den Verpflegungstrupp beheimatet haben.

1953 Stunden voller Einsatz

Insgesamt haben in dem Einsatz bislang 27 Helfer zusammen 1953 Stunden gearbeitet. In einem Dienstplan werden die Kräfte in die Schichten eingeteilt, damit die Hilfestellung rund um die Uhr gewährleistet werden kann.

Durch die Vielzahl der Gerätschaften, die vor Ort sind, hat Ortsbeauftragter Thorsten Dossow inzwischen auch den Trupp Logistik Materialerhaltung in den Einsatz alarmiert. Dieser Trupp ist ein eigener interner Dienstleister, um in Einsätzen Defekte vor Ort zu reparieren. Auch kümmert sich dieser Trupp um die Versorgung der Einsatzstelle mit Verbrauchsgütern wie zum Beispiel über die Tankstelle mit Diesel.

Truppführer der Logistik Materialerhaltung, Michael Stingl, sagt über den Einsatz: „Es gibt bei einer solchen Lage immer was zu tun. Auch geht dann bei dieser Belastung, die die Geräte haben, immer was kaputt. Wir hatten schon eine defekte Autobatterie, mehrere Strahler und auch ein defektes Aggregat. Auch kümmern wir uns um Themen wie Ölwechsel und Ölfilter bei den Aggregaten nach einer gewissen Laufzeit und führen die Wartungen vor Ort durch.“

Zum Artikel

Erstellt:
14. April 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.