Jägerin aus Liebe zur Natur

Muggensturm (naf) – Petra Häusermann ist eine von wenigen Frauen mit „grünem Abitur“. Gemeinsam mit neun weiteren Jägern ist sie in einem 600 Hektar großen Revier in Lautenbach tätig.

Die Kirrung befindet sich immer in Sichtweite eines Hochsitzes. Dass die Fläche dazwischen frei bleibt und nicht zuwächst, ist ebenfalls Aufgabe der Jäger. Fotos: Nadine Fissl

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Die Kirrung befindet sich immer in Sichtweite eines Hochsitzes. Dass die Fläche dazwischen frei bleibt und nicht zuwächst, ist ebenfalls Aufgabe der Jäger. Fotos: Nadine Fissl

Von Nadine Fissl

„Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er hegt und pflegt sein Wild“, das waren die Worte, mit denen Petra Häusermann nach ihrem „grünen Abitur“ im Juli ganz traditionell zur Jägerin geschlagen wurde. Und die Muggensturmerin lebt für dieses Motto. Denn das Erlegen von Tieren mache maximal 20 Prozent ihrer Tätigkeiten aus. „Wir erhalten den Wald, wie er ist und sorgen dafür, dass das Wild gesund heranwachsen kann“, erklärt die Jägerin aus Leidenschaft. Sie wünscht sich ein Ende des Bilds der empathielosen Trophäenjäger, das oft noch suggeriert werde.
Zum klassischen Bild, das man sich bei der Bezeichnung „Jäger“ vorstellt, gehört Häusermann ohnehin nicht. Sie ist relativ klein, schlank und hat langes lockiges Haar. Ein Tier hat sie noch nie erlegt, und ihre Damenflinte, die speziell auf die Anatomie einer Frau abgestimmt ist, lässt noch auf sich warten. „In den Shops sind sie noch nicht so richtig auf uns Damen eingestellt“, schmunzelt die 56-Jährige. „Ich bin also das beste Beispiel dafür, dass es nicht nur um das Schießen geht.“

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Erstellt:
8. September 2020, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 29sec

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