Iffezheimer Seniorenbus kann weiterfahren

Iffezheim (sch) – Das Angebot für mehr Mobilität in der Renngemeinde ruht derzeit coronabedingt. Der Gemeinderat hat sich aber in einem Grundsatzbeschluss für eine Fortsetzung ausgesprochen.

Bei der Einweihung des Seniorenbusses vor gut zwei Jahren war noch nicht klar, ob er zur Dauereinrichtung wird. Nun haben sich Rathaus und Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss dafür entschieden. Foto: Bernhard Schmidhuber

© sch

Bei der Einweihung des Seniorenbusses vor gut zwei Jahren war noch nicht klar, ob er zur Dauereinrichtung wird. Nun haben sich Rathaus und Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss dafür entschieden. Foto: Bernhard Schmidhuber

Von Bernhard Schmidhuber

Mit einstimmigem Ergebnis hat sich der Iffezheimer Gemeinderat für eine Fortführung des innerörtlichen Personenbeförderungsverkehrs, sprich Seniorenbus, ausgesprochen. Coronabedingt musste der Betrieb ab April dieses Jahres ausgesetzt werden.
Am 18. Dezember 2017 hatte der Rat die testweise Einführung einer innerörtlichen Beförderungsmöglichkeit beschlossen. Das Angebot sollte kostenfrei sein und sich an Personen ab dem 65. Lebensjahr wenden. Nach Gesprächen mit dem Landratsamt und Abschluss eines Beförderungsvertrags nahm der Bus am 5. Oktober 2018 den Betrieb auf. Fortan pendelte der Shuttlebus jeweils mittwochs und freitags von neun bis 13 Uhr zwischen sieben innerörtlichen Haltestellen.

Erfolgreiche Testphase

Insgesamt 52 Berechtigte hatten einen Fahrausweis erhalten, und nach den Unterlagen des Beförderungsunternehmens wurden in den 18 Betriebsmonaten an 144 Fahrtagen knapp 2.000 Zustiege registriert. Das ergab 13,6 Nutzungen je Fahrtag. Die Freiwilligkeitsleistung schlug in den 18 Monaten mit 61.689,60 Euro zu Buche, monatlich mit 3.427,20 Euro.

Im Hinblick auf das Haushaltsjahr 2021 und das weitere Vorgehen war jetzt laut Rathauschef Christian Schmid eine Grundsatzentscheidung des Gemeinderats notwendig. Anfang Oktober hatte dazu in der örtlichen Festhalle mit den registrierten Nutzern eine Besprechung stattgefunden, deren Tenor es war, dass das Angebot „gut und erforderlich“ sei und beibehalten werden sollte. Wunsch war dabei auch, dass eine weitere Haltestelle in der Hügelsheimer Straße eingerichtet werde, dass ein Fahrtag pro Woche jeweils mittwochs zwischen neun und 12 Uhr ausreiche und ein barrierefreier Einstieg in den Bus wünschenswert wäre.

Einigkeit am Ratstisch: „Eine klasse Sache“

Nach der neuen Berechnung soll dadurch „eine erhebliche Reduktion der Kosten“ auf rund 16.700 Euro (bisher rund 44.500 Euro) stattfinden. Am Ratstisch war man der Meinung, dass der Bus „eine klasse Sache“ sei. Einstimmig wurde die Fortsetzung der Einrichtung beschlossen. Der Beförderungsbetrieb soll einmal wöchentlich erfolgen, eine neue Haltestelle (Bürgermeister Schmid: „Wo genau, ist noch nicht festgelegt“) soll eingerichtet werden und die Fahrpläne sind entsprechend anzupassen. Weiter umfasste der Beschluss auch, dass der barrierefreie Zustieg mit dem Busunternehmer zu klären sei und die Verwaltung das Angebot im Abstand von zwei Jahren fortlaufend zu evaluieren habe. Laut Rathauschef soll auch die Frage nach einem eigenen Fahrzeug „in Zukunft beachtet werden“.

Zum Artikel

Erstellt:
28. Oktober 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.