Heimische Leckereien-Produktion trotz Corona

Rastatt/Muggensturm (fuv) – Untrennbar mit dem Osterfest verbunden sind neben den bunt gefärbten Eiern die Schokoladenhasen, -eier und allerlei Pralinen in passender Verpackung. Von der Industrie produziert, fordern die Schoko-Osterboten in den Supermärkten schon seit Monaten zu Kauf auf. Wie steht es in diesem Jahr mit den handproduzierten Köstlichkeiten der hiesigen Konditoren?

Schoko-Osterhasen, Schoko-Eier und Pralinés im Schloss-Café Favorite. Das Virus beeinflusst Nachfrage und Produktion, doch die Palette ist bunt wie eh und je. Foto: F. Vetter

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Schoko-Osterhasen, Schoko-Eier und Pralinés im Schloss-Café Favorite. Das Virus beeinflusst Nachfrage und Produktion, doch die Palette ist bunt wie eh und je. Foto: F. Vetter

Für viele Menschen gehört es einfach dazu, einen Osterhasen aus Schokolade beim Konditor seines Vertrauens zu kaufen und an einen lieben Menschen zu verschenken. Das BT fragte bei drei Konditorbetrieben in der Region nach, wie es in Corona-Zeiten um Produktion und Vertrieb der Frühlingssymbole steht.

Die Hasenproduktion steht offenbar bei allen Betrieben am Beginn der Ostervorbereitungen. „Wir haben von Ende Februar bis Mitte März Osterhasen gegossen“, so Karl-Ludwig Hauns, Konditormeister und Inhaber des Cafés am Schloss in Rastatt. Das sei noch die normale Produktion gewesen. Dann kam das Virus und mit ihm die Verunsicherung.

Es sei nicht absehbar gewesen, ob er den Verkaufsbereich für die Kunden werde öffnen dürfen. Die Mitarbeiter mussten auch zu Hause bleiben. Daher hat Hauns schweren Herzens auf die Produktion von Schokoladeneiern verzichtet. Die beliebten Hasen werden nun an der Kuchentheke verkauft; ebenso Pralinen in österlicher Kartonage, erzählt der Rastatter.

Maria Doleczik, Inhaberin des gleichnamigen Cafés mit Konditorei in Muggensturm, spricht von einer normalen Produktion. Ihr Team hat auch Ostereier gegossen, die mit Pralinen gefüllt sind, berichtet sie. Mit dem Verkauf der Schoko-Versuchungen gebe es in Muggensturm kein Problem, Café und Konditorei seien ja ohnehin in getrennten Räumen. So wechseln Hasen und Ostereier über die Kuchentheke hinweg den Besitzer – „auf Kuchenplättchen und in Tragetaschen“, erklärt Doleczik.

Konditormeister Heimo Kienle betreibt seit 1998 das Schlosscafé im Park von Favorite in Förch. Da die Nachfrage weniger sei als im vergangenen Jahr, habe er die Produktion etwas zurückgefahren, so Kienle. Dennoch könne er seinen Kunden die ganze Palette an Ostersüßigkeiten anbieten. Um einen reibungslosen Verkauf der Schokoprodukte zu gewährleisten, hat Kienle mit seinem Team den vorderen Raum seines Cafés leer geräumt. Die Kunden beschreiten nun einen Rundweg im Café und können so den Abstand zu anderen wahren.

Die Öffnungszeiten der Verkaufsstellen sind im Internet zu finden.

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Erstellt:
10. April 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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