Funke springt aufs Publikum über

Rastatt (rw) – Der neue Leiter des Günter-Horn-Chors, Michael Diefenbacher, hat neue Akzente gesetzt, ohne dabei davon abzurücken, was den von Günter Horn gegründeten Chor zum Publikumsmagneten gemacht hat. Das bewies das Winterkonzert am Dreikönigstag.

In der randvollen Herz-Jesu-Kirche lieferte Dirigent Michael Diefenbacher mit dem Günter-Horn-Chor ein beeindruckendes Chormusikerlebnis. Foto: Wollenschneider

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In der randvollen Herz-Jesu-Kirche lieferte Dirigent Michael Diefenbacher mit dem Günter-Horn-Chor ein beeindruckendes Chormusikerlebnis. Foto: Wollenschneider

„Mit unserem Konzert wollen wir in Ihnen einen Funken entzünden“, verkündete zum Auftakt die souverän moderierende Nicole Gerstner beim traditionellen Winterkonzert des Günter-Horn-Chors in der Herz-Jesu-Kirche im Münchfeld. Dieses Ziel wurde im randvollen Gotteshaus mit dem abwechslungsreichen Programm bei Spirituals, Gospels und Urban Contemporary Gospels absolut erreicht.

Der neue Chorleiter Michael Diefenbacher hatte in den vergangenen Monaten ganze Arbeit geleistet und seine über zwei Dutzend Sängerinnen und Sänger spürbar optimal motiviert. Beflügelt durch den Einsatz zahlreicher Solisten und soften, dann wieder flotten Chormusikstücken, gelang ein Konzert nach Maß, bei dem das Publikum ein Teil des Ganzen wurde. Der Dirigent rückte nicht davon ab, was den Chor unter Günter Horn zu einem Publikumsmagneten gemacht hatte, setzt aber mit anspruchsvoller Literatur zusätzliche Akzente.

Mit dem Gospel „Move, Spirit move“ hatte man begonnen, dem Kirchenraum angemessen und den eingebauten kontrastierenden Passagen der Männer- und Frauenstimmen. Trotz einer angegriffenen Stimme gab Solistin Iris Oser bei „To Good be the Glory“ wie auch bei „Holy Bible“ alles. Eine feste Stütze des Chors, auch mit enormer Ausstrahlungskraft, ist Irene Bindnagel-Ludwig. Ihre markante Sopranstimme bereicherte unter anderem „This little Light of mine“, wobei das Publikum prächtig mitklatschte. Mit neuer Stärke ihrer markanten Stimme stellte sich wieder die Stütze des Chors seit Jahren, Sonia Teuber, vor.

Hommage an Günter Horn

Die bluesig-flehende Stimme Teubers gefiel bei einem Solo, um dann mit dem ansprechend arrangierten Traditionell „Down by the Riverside“ mit Irene Bindnagel-Ludwig erneut zu glänzen. Auch der sonore Bass von Wolfgang Maier bei „Amacing Grace“ und „Give me Jesus“ setzte Marksteine. Eine Hommage an den ehemaligen Chorleiter Günter Horn war dessen Spiritual „Soon and very soon“, in das sich Karen Levis und Harald Göpf einbrachten. Auch Katja Grimmeisen bereicherte die Reihe der Solistinnen.

Auf welches Niveau Michael Diefenbacher den Chor gebracht hat, belegte unter anderem das Urban Contemporary Gospel „A jubilant Song“, das begeisternde Energie ausstrahlte durch die gebotene Stimmenkonstante der weiblichen und männlichen Chormitglieder. Dazu kam noch wie Diefenbacher, der souverän vom E-Piano die Einsätze steuerte, die musikalische Unterstützung des professionellen Rhythmusduos mit Barny Hoffmann (E-Bass) und Gustav Zwingert (Schlagzeug) in das Konzert einbaute.

Obwohl sich der Günter-Horn-Chor mit dem eindringlichen Friedensgruß „Peace shall be with you“ verabschiedete, war noch nicht Schluss. Das Klatschen des Publikums und die stehenden Ovationen führten zu einer ganzen Reihe von Zugaben. Dabei wurde „Oh happy Day“ mit Sonia Teuber als Solistin zum finalen Erlebnis am Ende eines beeindruckenden Chormusikerlebnisses.

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Erstellt:
8. Januar 2020, 00:00 Uhr
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