Flagge zeigen für mehr Vielfalt in der Kirche

Kuppenheim/Rastatt (mak) – Die katholische Kirchengemeinde Vorderes Murgtal protestiert mit Regenbogenfahnen vor den Gotteshäusern gegen die Ablehnung des Vatikans, homosexuelle Paare zu segnen.

Die Regenbogenfahne, hier vor St. Laurentius in Niederbühl, steht für die Vielfalt von Lebensformen und wird auch von der schwul-lesbischen Bewegung verwendet. Foto: Christian Römmich

© pr

Die Regenbogenfahne, hier vor St. Laurentius in Niederbühl, steht für die Vielfalt von Lebensformen und wird auch von der schwul-lesbischen Bewegung verwendet. Foto: Christian Römmich

Von Markus Koch

„Wir möchten dazu ermuntern, dass die Kirche vielfältig und bunt ist, jeder ist willkommen“, betont der stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christian Römmich. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend habe die Aktion initiiert, berichtet er. Am Samstag wurden vor den katholischen Kirchen in Niederbühl und Oberweier die Regenbogenfahnen gehisst, am Montag in Kuppenheim und Muggensturm. Im Rahmen einer virtuellen Vorstandssitzung in der vergangenen Woche war das Thema aufgekommen: „Es gab keine längere Diskussion, wir waren uns alle schnell einig“, berichtet der neue Pfarrer Ulrich Stoffers auf BT-Anfrage. Ihm sei jedoch wichtig gewesen, vorab die jeweiligen Gemeindeteams über das Vorhaben zu informieren. „Die Regenbogenfahnen stehen für Toleranz“, verdeutlicht der Geistliche. Die Stellungnahme aus Rom sei „hermetisch und nicht differenziert“ gewesen, kritisiert Stoffers. Überdies gehe es nicht um eine Ehe für alle, das Ehesakrament stehe ja nicht zur Debatte, sondern nur eine Segnung homosexueller Paare: „Das ist ja viel niedriger gehängt“, betont er. Gott könne auch solche Beziehungen segnen.

Um diesen Artikel weiterzulesen, müssen Sie ein Login für BT Digital haben.
Sie sind bereits registriert? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Sie interessieren sich für einen BT Digital Zugang? Dann finden Sie hier unsere Angebote.