Feuerwehreinsätze für bedrohte Bäume

Rastatt (red) – Die Feuerwehr kommt, wenn es brennt. Auch dann, wenn die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt. In Rastatt sind die Floriansjünger sowie die Mitarbeiter der Stadt im Dauereinsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr rückt regelmäßig mit Löschfahrzeugen an, um den Bäumen zu helfen – wie hier auf dem „Grünen Teppich“ beim Landratsamt. Foto: Stadt Rastatt/Heike Dießelberg

Die Freiwillige Feuerwehr rückt regelmäßig mit Löschfahrzeugen an, um den Bäumen zu helfen – wie hier auf dem „Grünen Teppich“ beim Landratsamt. Foto: Stadt Rastatt/Heike Dießelberg

„Jede Gießkanne Wasser hilft den Bäumen“, bringt es Rainer Ohnesorg vom städtischen Kundenbereich Ökologie und Grün auf den Punkt. Anhaltende und bereits im dritten Jahr in Folge herrschende Trockenheit setzt Bäume und Pflanzen in Grünanlagen und im Stadtwald unter Stress. Für viele Straßenbäume wird die anhaltende Trockenheit inzwischen lebensbedrohlich. Jüngstes Beispiel: An der Oberwaldstraße ist ein Spitzahorn auseinandergebrochen, ausgelöst durch Trockenstress. Nahezu täglich rücken deshalb die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Betriebe mit ihren sechs Fahrzeugen samt Wasserfässern aus, um die Pflanzen zu bewässern.

Feuerwehr leistet Amtshilfe

An heißen Tagen fließen bis zu 65 Kubikmeter Wasser in die Erde von Wechselflor und Jungpflanzen im Stadtgebiet, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Ein Jungbaum braucht allein mindestens 150 Liter Wasser. Unterstützt werden die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei dabei auch von den Kollegen vom Kundenbereich Straßenbau, Stadtreinigung und Friedhof, die sich insbesondere um den Altbestand der Bäume kümmern. Bis zu 39 Kubikmeter Wasser bringen sie dabei täglich aus. Auch die Freiwillige Feuerwehr Rastatt leistet immer wieder Amtshilfe und löscht den Durst der Bäume.

Am Morgen oder Abend wässern

Doch auch die Bürger können helfen und die Teams beim Bewässern der öffentlichen Pflanzen und Bäume unterstützen. „Beim Gießen gilt, wie übrigens im eigenen Garten auch, nicht täglich kleine Mengen, sondern in einem gestreckten Rhythmus von drei bis vier Tagen wässern, dann aber tiefgründig“, erklärt Ohnesorg. Ausnahmen bilden Kübelpflanzen, die meist täglich Wasser benötigen. Ebenso sollte man auch berücksichtigen, dass in den frühen Morgenstunden oder spät abends die günstigste Wässerungszeit ist, so der Fachmann.

Die städtischen Mitarbeiter sind in diesen Tagen im Dauereinsatz, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Foto: Stadt Rastatt/Heike Dießelberg

Die städtischen Mitarbeiter sind in diesen Tagen im Dauereinsatz, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Foto: Stadt Rastatt/Heike Dießelberg

Diesem Prinzip folgend setzt die Stadt inzwischen auch auf Wassersäcke bei Jungbäumen. Direkt an den Bäumen angebracht und mit 100 Liter Wasser befüllt, sickert das Wasser der Säcke so im Laufe des Tages kontinuierlich in die Erde. Dadurch ist eine durchgehende Tiefenbewässerung gewährleistet.

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Erstellt:
8. August 2020, 15:48 Uhr
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