„Falscher Polizist“ vor Gericht

Rastatt (red) – Als „falscher Polizist“ soll ein 35-jähriger Türke in Durmersheim 20.000 Euro von einer 71-Jährigen erbeutet haben. Der Mann, der in Untersuchungshaft sitzt, muss sich nun am 26. Februar vor dem Amtsgericht Rastatt wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verantworten. Er soll zu einer in der Türkei beheimateten Betrügerbande gehören.

Das Schöffengericht in Rastatt verhandelt gegen einen Betrüger, der als falscher Polizist in Durmersheim 20000 Euro erbeutet hat. Symbolfoto: Jochen Denker/Archiv

Das Schöffengericht in Rastatt verhandelt gegen einen Betrüger, der als falscher Polizist in Durmersheim 20000 Euro erbeutet hat. Symbolfoto: Jochen Denker/Archiv

Das Schöffengericht am Amtsgericht Rastatt verhandelt am 26. Februar um 9 Uhr im Sitzungssaal 151 über eine Anklage der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Diese richtet sich gegen einen 35-jährigen türkischen Staatsangehörigen, dem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug zur Last gelegt wird. Der Angeklagte soll als Angehöriger einer mutmaßlich in der Türkei beheimateten Betrügerbande mit der Masche „falscher Polizist“ 20.000 Euro erbeutet haben. Andere Bandenmitglieder hatten laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft mit der Behauptung, sie seien von der Kriminalpolizei und müssten im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Einbrecher und eine mit diesen zusammenarbeitende Bankangestellte Bargeld sicherstellen, eine 71-jährige Frau aus Durmersheim dazu gebracht hatten, 10 000 Euro auszuhändigen.

Angeklagter sitzt in Untersuchungshaft

Danach sei weiter Druck auf die Geschädigte ausgeübt worden, so dass sie weitere 10.000 Euro von ihrem Konto abhob und, so der Vorwurf, im Februar 2019 an einen vom Angeklagten beauftragten Geldabholer aushändigte, der sich ebenfalls als Polizist ausgab. Der Angeklagte wurde Anfang Oktober 2019 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

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Erstellt:
19. Februar 2020, 12:09 Uhr
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