Ein Schützengraben unter dem Rastatter Schloss

Rastatt (sl) – Der Keller des Rastatter Schlosses gehört nicht zum üblichen Besichtigungsprogramm. Man kann dort aber überraschende Entdeckungen machen und tief in die Baugeschichte blicken.

Im Gewölbe unter dem Wehrgeschichtlichen Museum sieht man sich unvermittelt einem Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gegenüber. Foto: Frank Vetter

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Im Gewölbe unter dem Wehrgeschichtlichen Museum sieht man sich unvermittelt einem Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gegenüber. Foto: Frank Vetter

Von Sebastian Linkenheil

Der Rastatter Untergrund ist zwar reich an Geschichte, was man dort aber nicht erwarten würde, ist ein Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg. Finden kann ihn allerdings nur, wem Schlossverwalter Bernhard Haas den Keller unter dem Wehrgeschichtlichen Museum aufschließt. Dort und im Gewölbe unter dem Hauptflügel der Barockresidenz, dem sogenannten Corps de Logis, kann man noch mehr Unerwartetes entdecken.
Ein Rundgang durchs Rastatter Schloss beginnt normalerweise im Vestibül und dem Gartensaal mit seiner wunderbaren Stuckdecke und führt dann hinauf in die markgräflichen Staatsappartements. In den darunterliegenden Keller geleitet Paul-Ludwig Schnorr, freier Mitarbeiter im Auftrag der Staatlichen Schlösser und Gärten, nur die Teilnehmer einer gelegentlichen Sonderführung. Er kann dort unten einiges über die Entstehungsgeschichte dieses ersten Barockschlosses am Oberrhein erzählen und auch anschaulich machen. Denn bevor der Bauherr Markgraf Ludwig Wilhelm auf die Idee kam, seine fast schon etwas überdimensionierte Residenz in Rastatt zu errichten, plante er an selber Stelle ein deutlich kleineres Jagdschloss.

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