Dorfentwicklung: Nächster Schritt

Rastatt (red/ema) – Im Auftrag der Stadt Rastatt sind vom 2. bis 10. April Mitarbeiter des Planungsbüros Astoc in den fünf Rastatter Stadtteilen unterwegs. Für eine Bestandsaufnahme der Dorfentwicklung nehmen sie unter anderem Ortsbild, Bebauungsstruktur und Freiflächen in Augenschein, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Bestandsaufnahme soll auch städtbaulichen Wildwuchs verhindern. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

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Die Bestandsaufnahme soll auch städtbaulichen Wildwuchs verhindern. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Die Bestandsaufnahme baut auf die im Jahr 2019 erarbeitete Rahmenkonzeption auf und dient als Grundlage für weitere Planungsprozesse. Die Mitarbeiter des Planungsbüros tragen ein Bestätigungsschreiben der Stadt Rastatt bei sich und können dieses bei Bedarf vorzeigen.

Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr die Erarbeitung städtebaulicher Rahmenpläne beschlossen, um eine gedeihliche Entwicklung in den Dörfern zu gewährleisten. Dafür soll im Rathaus eigens eine Stelle geschaffen werden.

Wohnungsdruck erfasst mittlerweile auch Dörfer

Auslöser der Initiative ist die Erkenntnis, dass mittlerweile der Wohnungsdruck auch die Dörfer erfasst. Der Planer Markus Neppel vom Büro Astoc hatte gegenüber den Stadträten erklärt, dass man sich „von der Entwicklung nicht überrollen“ lassen solle. An vielen Stellen in den Dörfern seien Veränderungen erkennbar, weil Altbauten kaum noch sanierungsfähig seien. Es entstünden „marktübliche Wohnformen“, die auf Kosten des Dorfcharakters gehen könnten. Immer häufiger haben es die Behörden mit Bauanträgen in Ortsbereichen zu tun, in denen kein Bebauungsplan besteht.

Konkret geht es auch darum, das Potenzial für Nachverdichtungen zu nutzen, was die bisherigen Beurteilungsgrundlagen oft vereiteln. Ziel ist es, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Dorfentwicklungsplänen für alle fünf Orte städtebauliche Rahmenpläne vorzulegen, mit denen in besonders „gefährdeten“ Bereichen städtebaulich-strukturelle Entwicklungsziele formuliert werden, um Wildwuchs zu verhindern.

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Erstellt:
30. März 2020, 16:30 Uhr
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