Die Letzten in der Nahrungskette

Rastatt (dm) – Auch die Rastatter Tafel stellt fest, dass die Rahmenbedingungen für die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln zunehmend schwieriger werden.

„Genial, wie sich die Helfer engagieren“: Leiter Torsten Weber (rechts) mit Mitarbeiterinnen im Tafelladen. Foto: Daniel Melcher

© dm

„Genial, wie sich die Helfer engagieren“: Leiter Torsten Weber (rechts) mit Mitarbeiterinnen im Tafelladen. Foto: Daniel Melcher

Von BT-Redakteur Daniel Melcher

Noch sind die Regale nicht leer im Rastatter Tafelladen, noch ist die Situation nicht existenzbedrohend, stellt Geschäftsführer Torsten Weber fest. Doch auf die Tafeln landauf landab rollt eine Herausforderung zu, die offenbar an Fahrt aufnimmt: Es kommt immer weniger Ware in den Supermärkten für Bedürftige an, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Zugleich steigen die Fixkosten. „Wir wissen nicht, wie lange wir das noch so bewältigen können“, sagte jüngst Udo Engelhardt vom Tafel-Landesverband.
„Wir merken das ebenfalls“, bestätigt Weber. Auch wenn man in Rastatt derzeit noch ausreichend Ware bekomme (anders als in anderen Städten mache in der Barockstadt eigentlich jedes Supermarktunternehmen mit): „Wir haben einen starken Rückgang zu verzeichnen.“ Bei den Alltagswaren, die man täglich selbst bei den Märkten abholt, betrage dieser rund 30 Prozent, fast ein Drittel. Obst, Gemüse, Molkereiprodukte, Fleisch und Wurstwaren fallen darunter. Spenden aus der Industrie, meist palettenweise, seien zugleich leicht angestiegen. Dabei handele es sich jedoch oft um „Langsamdreher“ – Süßwaren, Brotaufstriche, Gewürze, Dips, also Dinge, die man nicht unbedingt täglich neu brauche.

Um diesen Artikel weiterzulesen, müssen Sie ein Login für BT Digital haben.
Sie sind bereits registriert? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Sie interessieren sich für einen BT Digital Zugang? Dann finden Sie hier unsere Angebote.

Zum Artikel

Erstellt:
2. Dezember 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 32sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen